Aufgenommen von Susanne Schwartzkopff
Der H E R R : 16.06.1975
Das Blutgeheimnis. II
Zu meinen Ausführungen über dies Thema soll nun eine weitere Darlegung sich gesellen, denn was gesagt wurde, war nicht mehr als eine erste Einführung in dies weite Gebiet.
Es hängt vieles damit zusammen : die Persönlichkeitsbildung, die Erhaltung des Normalzustandes des Körpers und anderes mehr. Fangen wir dort an, wo Eure heutige Wissenschaft jetzt steht:
Sie spricht ganz richtig von Blutgruppen und hat deren 3 und eine zusätzliche, aber Nebenart erforscht. Bleiben wir beim Begriff Blutgruppe stehen. Hier also am Anfang des Lebens im Körper, finden wir keine Vereinzelung, sondern eine Zusammenfassung in einem Euch geläufigen Begriff, aber es hat sich wohl noch niemand darüber verwundert, daß das Leben mit „Gruppe“ beginnt ! Und doch ist dies der allererste Hinweis, daß „Leben“ nur in Gruppen sich darstellt. Ihr fragt : Wieso ? Das verstehen wir nicht. Und ich antworte Euch : Ihr seid ferne davon, Euch selbst zu verstehen ! Ihr pocht nur auf Eure Rechte, statt nach dem Gesetz zu fragen, das Euch ins Leben rief. Und dies Gesetz heißt :
„Zusammenfassung in Gemeinschaften sei Eure Lebensader und sie beginnt zu fließen im Blut, das der Geist durchstrahlt !“
Hört Ihr es – Ihr seid keine Einzelwesen, auch die Tiere sind es nicht, die Pflanzen, das Gestein lebt in Gruppen von Kristallen; wohin Ihr schaut, seht Ihr Einzelnes in Gruppen zusammengefaßt. Und so auch bei den Blutgruppen des Menschen. Es ist jedesmal eine Zusammenfassung bestimmter Eigenschaften – fast könnte man Fähigkeiten sagen – zu einem Ganzen und das Ganze arbeitet in seiner Art, es übt eine Wirkung aus.
Hier halten wir zuerst und fragen nun :
Woher kommt die Wirkung einer Blutgruppe? Sie kann nicht nur stofflich sein, wenn auch der Stoff in einer Strahlung wirkt, denn er ist ja nicht tot, er ist wesenhaft belebt. Aber diese Wirkung ist nur gering, sie genügt nicht zur Erhaltung des Lebens. Leben ist mehr, Leben ist Kraftbewegung, und diese wird dem Stoff, also hier dem Blut, durch den Geist vermittelt.
Der Geist, die Seele strahlt Leben ins Blut des Menschen, Bewegung, und stirbt der Körper ab, weil die Seele ihn verläßt, so hört auch der Anstoß zur Bewegung des Körpers auf.
Auf dreierlei Art kann nun das Blut eines Menschen den Anstoß zur Lebensbewegung aufnehmen. So viel ist festgestellt worden, und es zeigten sich auch schon Neben- oder Unterarten, also verfeinert geteilte Arten. Im Ganzen gibt es 4 mal 3 Arten von Blutgruppen, sie werden noch gefunden und untersucht werden.
Wird bei Verletzungen und Eingriffen Blut gespendet, so muß die Art des zugeführten Blutes die gleiche sein wie bei dem Empfänger, sonst stößt der Körper das Fremde ab. So weit also geht die Geistwirkung! Er stößt ab, was ihm nicht gleich ist!
Da nun Geiststrahlung im gespendeten Blut enthalten ist, kommt auch die Eigenart des Spenders zur Wirkung. Ihr habt schon schlimme Wirkungen erlebt, die bis zu Sinnesänderungen gingen nach Empfang fremden Blutes von bösartig veranlagten Menschen!
Da jede Rasse geistig verschieden ist von anderen Rassen, so ergibt sich daraus zwingend, daß auch Rassengleichheit vorhanden sein muß bei Blutübertragungen und daß Mischrassen verboten sein müssen, weil zwei Geistarten sich nicht mischen können, sondern nur stören und beunruhigen. Haltet also streng das Schöpfungsgesetz fest :
„Nur Gleiches kann mit Gleichem verbunden oder ihm angeschlossen werden!“
Wie ist nun der Vorgang bei Übertragung der zustehenden Blutgruppe? Es ist so: das gesetzlich zustehende Blut nimmt den leeren Raum ein, der im Körper entstanden ist durch Unfall oder Verletzung. Damit wird die Lebensstrahlung eines fremden Geistes zugeführt. Auch sie wirkt sich im Körper des Empfängers aus, durchstrahlt ihn und setzt ihn in Bewegung wie oben ausgeführt. Puls und Herzschlag setzen wieder ein, das Leben kann von Neuem beginnen.
So weit, so gut. Wir prüfen jetzt die Frage: Wie muß der Normalzustand der Blutausstrahlung beschaffen sein, damit der Mensch so leben kann, wie er soll, bzw. ohne Schaden in der Umwelt hervorzurufen?
Diese Frage ruft die weitere hervor: Wie kann Besessenheit verhütet werden, also die Verdrängung des eigenen Geistes durch einen anderen? Sie ist im Grunde leicht zu beantworten:
Umstellung der Ernährung nimmt dem Eindringenwollenden den Boden, sein Bemühen ist vergeblich, er wird abgewiesen. Aber außer dieser körperlichen Hilfe muß natürlich auch eine seelische Hilfe geboten werden, denn nur willensschwache Menschen werden Opfer einer Besessenheit.
Die Umstellung in der Ernährung muß auf Zufuhr von Lebenskraft gerichtet sein, denn an dieser fehlte es dem Opfer. Also auf das, was Ihr ganz richtig Lebensstoffe (Vitamine) nennt. Sie müssen sorgfältig auf den betreffenden Fall ausgerichtet werden, das ist Sache des untersuchenden Arztes. Er soll feststellen, was in der Ernährung fehlt und es ersetzen, einsetzen als Waffe gegen dunkle Einflüsse. Damit verändert sich das Blut in seiner Zusammensetzung, es wird frischer, gesünder, der Körper wird gestärkt in seinen Abwehrkräften.
Wir fahren fort und fragen: Wie soll das gesunde Blut im Körper eines Menschen zusammengesetzt sein?
Als Grundlage stellen wir fest : Blut ist ein Träger des Lebens. Ein Träger befördert etwas, das ihm gegeben wird. Dem Blut wird, zusätzlich zu seiner Grundart, eine „Last“ mitgegeben, die es zu den Organen hinträgt. Dies sei die erste Feststellung. Blut ist nicht nur ein Träger, es ist ein „Überträger“.
Was ist der Unterschied?
Ein Lastträger gibt seine Last, so wie sie ist, am Bestimmungsort ab. Ein Überträger im höheren Sinne gibt gleichzeitig etwas von sich mit, er verändert die Last durch seine Art ein wenig. Er gibt also mehr als die ihm übertragene Last.
Wie ist es nun bei Blutübertragungen?
Diesen Begriff habt Ihr ganz richtig geformt. Denn es wird ja nicht nur der Stoff Blut übertragen, sondern mit ihm und durch ihn auch Geiststrahlung. Das nimmt der Arzt, der die Übertragung vornimmt, nicht wahr, denn Geiststrahlung ist nicht irdisch sichtbar, aber es geschieht, unweigerlich, und wehe, ist die Strahlung nicht rein!
Das Blut an sich transportiert also Nährstoffe zu den Organen des Körpers und mit ihnen Strahlungen des Geistes. Ist der Geist in Ordnung, in Bewegung, in Tätigkeit, so werden die Organe laufend mit Geiststrahlung versorgt. Ist der Geist schlaff und träge, so sind es auch nur erschlaffte Strahlungen, träge, die er weitergeben kann. Bei Geistbetätigungen, also z. B. bei ernsthaften Gesprächen „ermuntern“ sich die Strahlungen, sie erreichen einen höheren Wärmegrad, und nach Vollendung des Gesprächs fühlen sich die Teilnehmer erfrischt und gestärkt. Das habt Ihr schon des öfteren erlebt. Die Wirkungen auf die Organe sind dann auch größere. Aus wertvollen Gesprächen kann z. B. das Herz, auch die Leber neue Kraft schöpfen!
Dies ist einer der Zusammenhänge zwischen Geist und Körper. Der zweite Zufuhrweg führt über die Nerven, in die eine niederere Geistart eingebettet (liegt) ist. Ermeßt den Verlust für den ganzen Menschen, wenn er einiger Glieder beraubt wird! Zum Teil kann es ersetzt werden durch geistige Tätigkeit, aber die Art der betreffenden Nerven fehlt dann für immer und kein Teil des Körpers kann wirklich entbehrt werden!
Aber wir sind noch beim Blut. Es ist angeschlossen an die Lebenskraft überhaupt und dies ist eine andere Sache. Eine gesund arbeitende Leber wird als Empfangsorgan stets genügend Lebenskraft aufnehmen und dem Körper zuführen. Und da auch Blut gebildet wird mittels der Leber, so führt sie dem Blut auch Lebenskraft zu!
Hier, an diesem Punkt fahren wir fort und fragen nach den Substanzen, die sich im Blut eines gesunden Menschen finden. Es ist ein Farbstoff, ein Bindestoff und ein Gerinnungsstoff. Fehlt etwas an dieser Dreiheit, so ist der Körper krank. Fehlt ihm die Möglichkeit, das Blut gerinnen zu lassen bei Austritt aus Wunden, so ist die gefährliche Bluterkrankheit vorhanden, eine Mangelkrankheit aus seelischer Ursache. Jedes der 3 Glieder ist gleicherweise notwendig.
Jetzt aber schauen wir in den feinstofflichen Körper. Besitzt er auch kreisendes Blut, stets neu sich bildend? Hier liegen die Dinge anders. Wohl muß die Bewegung des Kreisens auch im feinstofflichen Körper vorhanden sein, aber es wiederholt sich dies in der dem grobstofflichen Blut entsprechenden feinen Flüssigkeit, einer wäßrigen, der Lymphe ähnlichen Stoffart. Die Farbe ist ein milchiges Weiß, die Bewegung dieser Flüssigkeit wird angestoßen auch vom Geist, der in den feinstofflichen Körper strahlt, wie in den grobstofflichen. Es fehlt dieser Flüssigkeit der rote Farbstoff, es enthält keine sogenannten „Plättchen“, doch ein Bindestoff ist vorhanden, der das Blut zusammenhält. Also ist hier die Zahl die 1, während beim grobstofflichen Blut die bauende 3 gegeben ist.
Wird der feinstoffliche Körper, also der Seelenkörper, verletzt, so entsteht als Wunde eine sehr schmerzhafte Lücke, die aber wieder ausgefüllt werden kann durch seelische Aufrichtung.
Wird der grobstoffliche Körper verletzt, so teilt sich der Schmerz schwingend dem feinstofflichen Körper mit, bis der äußere Schmerz abebbt, die Wunde heilt. Aber ein Eindruck bleibt noch längere Zeit, er geht vom Geiste aus.
Wie wirkt sich eine blutende Wunde auf die Geiststrahlung aus?
Es ist so: der Schmerz, der Schock blockiert die Strahlung, sie zieht sich zurück, bis alles wieder „fließt“, die Heilung im Gang ist. Dann nimmt die Strahlung Heilkraft auf, ohne bewußtes Wollen des Erkrankten, sie steht bereit wie die Form- und Schlußkraft in der neutralen Gotteskraft. Aber der Heiler kann sich bewußt mit ihr verbinden und sie dem Kranken verstärkt durch sein Wollen zuführen. Der feinstoffliche Körper erleidet einen Verlust an Seelenkraft, aber keinerlei Wunde.
Wie ist nun die geistdurchstrahlte Blutausstrahlung beschaffen?
Es muß eine Mischung feinstofflicher und grobstofflicher Strahlen sein, wobei dem menschlichen Auge zumeist nur letztere sichtbar wird, oder etwas feingetönt durch die andere, feinere Art. Die Grundfarbe ist ein rötliches Blau, zu dem sich noch andere Farben gesellen können: ein Violett des Geistes, eine gelbliche Ausdünstung der Leber und Ähnliches mehr. Es kommt darauf an, was gerade „dominant“ ist, vorherrschend.
Bei einem getrübten Zustand des Körpers, das will sagen einer Unterfunktion der Organe, trübt sich auch das Bild der Blutausstrahlung. Die Farben werden matt, neigen zu einem trüben Grau. Bei Fehlfunktion irgendwelcher Organe können geradezu giftig wirkende Orangetöne entstehen, so bei Leber- oder Milzerkrankungen, wo der Körper sucht, das Fehlende zu ersetzen durch verstärkte Blutbewegung.
Und mit diesem Begriff sind wir zu einem Schlüsselpunkt unserer Darlegungen gelangt. Die Art der Blutbewegung ist entscheidend für den Menschen! Was heißt das?
Ihr wißt nun schon, daß der Anstoß zur Bewegung des Blutes vom Geist ausgeht. Ein gesunder, tätiger, umsetzender Geist versetzt durch seine innerliche Bewegtheit den Stoff in seinem Lebenssaft in kreisende Bewegung, denn „Kreis“ ist die Form – wir können auch sagen, die Darstellungsart – des Lebens in der Schöpfung, und dann nehmen wir noch die aufsteigende Entwicklungsform „Spirale“, die das Kreisen nie zum Ende, zum Abschluß bringt. Spirale kann lange auf gleicher Höhenlänge sich wiederholen, dann aber „steigt“ sie wieder, weiter in die Höhe.
„Und nie ein Ende ?“ so fragt Ihr wohl. Und ich füge hinzu:
„Ja, nie ein Ende, denn die Spirale kann sich in die Breite dehnen, nach erreichter Höchstlage, und in dieser Art findet sie kein Ende.“
Beim Blut ist also als Bewegungsart „eingeschrieben!“ Kreisen, sich stärken, stärker ausstrahlen.
So müßte also am Ende eines Erdenlebens die kreisende Bewegung des Blutes in einem höheren Grad erfolgen, als in der Jugend?
Genauso ist es!
Bei Dir z. B. ist die Blutbewegung so stark geistdurchstrahlt, daß diese Strahlung überwiegt, die Aura ist ganz violett gefärbt. Du dürftest Dein Blut nicht an andere übertragen lassen, es würde Spannungen verursachen, die nicht heilend wirkten, sondern „aufreizend“.
Genug, Ihr sollt nur wissen, daß das Menschenblut am Leben erhalten wird durch den Geist und daß er sich der umfassenden Schöpfungsbewegung anzupassen hat in der Art seiner Bewegung.
Die Wirkung der Blutausstrahlung bezieht sich auf die nähere Umgebung, die Umwelt, die Menschen, mit denen ein Mensch in Berührung kommt. Es geht so weit, daß das Wesen eines Menschen verändert werden kann durch die Art seiner Ausstrahlung. Ist sein Geist gefesselt, ist er blockiert durch Laster und Begierden, so wird seine Blutausstrahlung geradezu feindlich wirken auf andere. Der Geist, also die reine Empfindung, kann nicht mehr wirken, nur ein getrübter Strahlenrest macht sich noch bemerkbar. Unwillkürlich scheut ein unbefangener Mensch davor zurück, die Ausstrahlung des getrübten Menschen schlägt auf diesen zurück, er schadet sich selbst und – verhärtet! Die feinen Regungen des Geistes kommen nicht mehr zur Auswirkung.
Jetzt haben wir schon die Frage der Persönlichkeitsbildung berührt. Nicht nur ein guter, edler Mensch besitzt eine Persönlichkeit, auch ein dem Schlechten, Niedrigen zugewandter Mensch kann eine starke Persönlichkeit besitzen, er hat nur eben seine Eigenschaften negativ ausgebildet, zum Schaden für sich selbst, zum Schaden für andere. Es sind zwei Seiten derselben, jedem Menschen inneliegenden Kraft, die zur Formung drängt, denn der Mensch soll ein gerundetes Abbild des Menschentums sein, kein flaches!
Die Wirkung, die vom Geist zum Blut und dann zum Körper überhaupt geht, endet also in der Persönlichkeitswirkung, ist umfassend! Es genügt nicht, die richtige Blutgruppe anzuwenden, der bestimmende Geist muß von reiner Art sein.