Der Heilige Gral!

Vielfach sind die Auslegungen der Dichtungen, die über den Heiligen Gral vorliegen. Die ernstesten Gelehrten und Forscher befassten sich mit diesem Mysterium. So manches davon hat hohen, sittlichen Wert, doch alles trägt in sich den großen Fehler, dass es nur einen Aufbau vom Irdischen aufwärts zeigt, während die Hauptsache, der Lichtstrahl von oben herab, fehlt, der erst die Lebendigmachung und Erleuchtung bringen könnte. Alles, was von unten nach oben strebt, muss Halt machen an der Grenze des Stofflichen auch wenn ihm das Höchsterreichbare gewährt ist. In den meisten Fällen kann jedoch bei günstigen Vorbedingungen kaum die Hälfte dieses Weges zurückgelegt werden. Wie weit aber ist dann noch der Weg zur wahren Erkenntnis des Heiligen Grales!

Diese Empfindung der Unerreichbarkeit macht sich bei Forschern zuletzt fühlbar. Das Ergebnis davon ist, dass sie den Gral nunmehr als eine rein symbolische Bezeichnung eines Begriffes zu nehmen versuchen, um ihm so die Höhe zu geben, deren Notwendigkeit sie für diese Bezeichnung ganz richtig empfinden. Damit gehen sie aber in Wirklichkeit rückwärts, nicht vorwärts. Abwärts anstatt aufwärts. Sie weichen von dem richtigen Wege ab, den die Dichtungen zum Teile schon in sich tragen. Nur diese lassen die Wahrheit ahnen. Aber auch nur ahnen, weil die hohen Inspirationen und visionären Bilder der Dichter durch den bei der Weitergabe mitarbeitenden Verstand zu stark verirdischt wurden. Sie verliehen der Wiedergabe des geistig Empfangenen das Bild ihrer derzeitigen irdischen Umgebung, um damit den Menschen den Sinn ihrer Dichtung verständlicher zu machen, was ihnen trotzdem nicht gelang, weil sie selbst dem eigentlichen Kerne der Wahrheit nicht nahe kommen konnten.

So war dem späteren Forschen und Suchen von vornherein ein unsicherer Grund gegeben; jedem Erfolge damit eine enge Grenze gesetzt. Dass man zuletzt nur noch an eine reine Symbolik denken konnte und die Erlösung durch den Gral in jedes Menschen innerstes Selbst verlegte, ist deshalb nicht erstaunlich.

Die bestehenden Deutungen sind nicht ohne großen ethischen Wert, aber sie können keinen Anspruch darauf machen, eine Erklärung der Dichtungen zu sein, noch viel weniger der Wahrheit des Heiligen Grales nahe zu kommen.

Auch ist unter dem Heiligen Gral nicht das Gefäß gemeint, das der Gottessohn am Ende seiner irdischen Mission bei dem letzten Mahle mit seinen Jüngern benützte, worin dann sein Blut am Kreuze aufgefangen wurde. Dieses Gefäß ist eine heilige Erinnerung an das hohe Erlöserwerk des Gottessohnes, aber es ist nicht der Heilige Gral, den zu besingen die Dichter der Legenden begnadet wurden. Diese Dichtungen sind von der Menschheit falsch aufgefasst worden.

Es sollten Verheißungen sein aus höchsten Höhen, deren Erfüllung die Menschen zu erwarten haben! Hätte man sie als solche aufgefasst, so wäre sicherlich schon lange auch ein anderer Weg gefunden worden, der die Forschungen noch etwas weiter führen konnte als bisher. So aber musste in all den Deutungen zuletzt ein toter Punkt eintreten, weil niemals eine volle, lückenlose Lösung zu erreichen war, da der Ausgangspunkt einer jeden Forschung durch die bisherige falsche Auffassung von vornherein auf falschem Boden stand. - - -

Nie wird ein Menschengeist, sei er auch zuletzt in seiner größten Vollendung und Unsterblichkeit, dem Heiligen Gral selbst gegenüberste-hen können! Deshalb kann auch nie eine ausgiebige Kunde darüber von dort in das Stoffliche erdenwärts gelangen sei es denn durch einen Boten, der von dort ausgeschickt wurde. Dem Menschengeiste also wird der Heilige Gral immer und ewig ein Mysterium bleiben müssen.

Der Mensch bleibe bei dem, was er geistig zu erfassen vermag, und suche vor allen Dingen das zu erfüllen und bis zu den edelsten Blüten zu bringen, was in seinen Kräften liegt. Leider aber greift er nur zu gern in seinem Verlangen immer weit darüber hinaus, ohne sein eigenes Können zu entwickeln, wodurch er die Nachlässigkeit begeht, die ihn nicht einmal das erreichen lässt, was er vermöchte, während er das Gewünschte sowieso niemals erreichen kann. Er bringt sich damit um das Schönste und das Höchste seines eigentlichen Seins, er erreicht nur ein vollkommenes Versagen der Erfüllung seines Daseinszweckes. - - -

Der Parsival ist eine große Verheißung. Die Mängel und Irrtümer, die die Dichter der Legenden durch ihr allzu irdisches Denken hinzugefügt haben, entstellen das eigentliche Wesen dieser Figur. Parsifal soll eins sein mit dem Menschensohne, dessen Kommen der Gottessohn selbst verkündete.*1) Ein Gottgesandter wird er mit einer Binde vor den geistigen Augen durch die schwersten irdischen Mühsale gehen müssen, als ein Mensch unter Menschen. Nach einer bestimmten Zeit von dieser Binde befreit, muss er seinen Ausgangspunkt und damit sich selbst wieder erkennen, sowie auch seine Mission klar vor sich sehen. Diese Mission wird ebenfalls eine Erlösung der ernsthaft suchenden Menschen bringen, verbunden mit scharfem Gericht. Dafür kann aber nicht irgend ein Mensch angenommen werden, noch viel weniger will darin das mögliche Erleben zahlreicher oder gar aller Menschen erkannt sein; sondern es wird nur ein ganz Bestimmter, Auserlesener, besonders Gesandter diese Möglichkeiten in sich tragen.

In der unverrückbaren Gesetzlichkeit alles göttlichen Willens ist es nicht anders möglich, als dass ein jedes nach seinem Entwicklungslaufe in seiner höchsten Vollendung wieder zu dem Ausgangspunkt seines ursprünglichen Wesens zurückkehren kann, niemals aber darüber hinaus. So auch der Menschengeist. Er hat seinen Ursprung als Geistsamenkorn aus dem Geistig-Wesenhaften, wohin er nach seinem Laufe durch die Stofflichkeit bei höchster Vollendung und gewonnener lebendiger Reinheit als bewusster Geist in wesenhafter Form zurückkehren kann. Sein Weg vermag ihn dort im günstigsten Falle bis in den Vorhof der Gralsburg zu führen, die als Höchstes in dem Geistig-Wesenhaften steht und in diesem die Pforte bildet zu den Stufen des Thrones, auf dem der Ursprung alles Seins, Gottvater, in seinem Göttlich-Wesenlosen zeitweise den Mantel des Geistig-Wesenhaften um sich schlägt, also Form annimmt. Kein Geistig-Wesenhafter, sei er auch noch so hoch und rein und strahlend, vermag die Grenze zu dem Göttlich-Wesenlosen zu überschreiten. Die Grenze und die Möglichkeit des Überschreitens liegt auch hier, wie in den Sphären oder Ebenen der stofflichen Schöpfung, einfach in der Natur der Sache, in der Verschiedenheit der Art.

Als Oberstes und Höchstes ist Gott selbst in seiner Göttlich-Wesenlosigkeit. Dann kommt als Nächstes etwas tiefer das Geistig-Wesenhafte. Beides ist ewig. Diesem schließt sich dann erst tiefer und tiefer gehend das stoffliche Schöpfungswerk an, mit der gasigen Fein-stofflichkeit beginnend, in abwärts steigenden Ebenen oder Sphären dichter und dichter werdend, bis zur endlichen den Menschen sichtbar werdenden Grobstofflichkeit. Das Feinstoffliche in der stofflichen Schöp-fung ist das von den Menschen genannte Jenseits. Also das Jenseits ihres irdischen, grobstofflichen Sehvermögens. Beides aber gehört zum Schöpfungswerke, ist in seiner Form nicht ewig, sondern der Veränderung zum Zwecke der Erneuerung und Erfrischung unterworfen.

Am höchsten Ausgangspunkte des ewigen Geistig-Wesenhaften nun steht die Gralsburg, geistig sichtbar, greifbar, weil noch von der gleichen geistig-wesenhaften Art. Diese Gralsburg birgt einen Raum, der wiederum an der äußersten Grenze nach dem Göttlich-Wesenlosen zu liegt, also noch ätherisierter als alles andere Geistig-Wesenhafte. In diesem Raume befindet sich als Unterpfand der ewigen Güte Gottvaters und als Symbol seiner reinsten göttlichen Liebe, sowie als direkter Ausgangspunkt göttlicher Kraft: Der Heilige Gral!

Er ist eine Schale, in der es ununterbrochen wallt und wogt wie rotes Blut, ohne je überzufließen. Vom lichtesten Lichte umstrahlt, ist es nur den Reinsten aller Geistig-Wesenhaften vergönnt, in dieses Licht schauen zu können. Das sind die Hüter des Heiligen Grales! Wenn es in den Dichtungen heißt, der Menschen Reinste sind dazu bestimmt, Hüter des Grales zu werden, so ist dies ein Punkt, den der begnadete Dichter allzu sehr verirdischt hat, weil er sich nicht anders auszudrücken vermochte. Kein Menschengeist kann diesen geheiligten Raum betreten. Auch in seiner vollendetsten geistigen Wesenhaftigkeit nach seiner Rückkehr von dem Laufe durch die Stofflichkeit ist er noch nicht ätherisiert genug, um die Schwelle, also die Grenze zu diesem Raume zu überschreiten. Er ist auch in seiner höchsten Vollendung in der Wesenhaftigkeit noch zu dicht dazu. Eine weitere Ätherisierung für ihn aber müßte gleichbedeutend mit völliger Zersetzung oder Verbrennung sein, da ja seine Art vom Ursprung aus sich nicht dazu eignet, noch strahlender und lichter, also noch ätherisierter zu werden. Sie erträgt es nicht.

Die Hüter des Grales sind Ewige, Reingeistige, die niemals Menschen waren, die Spitzen des Geistig-Wesenhaften. Sie bedürfen aber der göttlich-wesenlosen Kraft, sind abhängig von ihr, wie alles abhängig ist von dem Göttlich-Wesenlosen, dem Ursprung aller Kraft, Gottvater.

Von Zeit zu Zeit erscheint nun an dem Tag der Heiligen Taube die Taube über dem Gefäß als erneutes Zeichen der unwandelbaren göttlichen Liebe des Vaters. Es ist die Stunde der Verbindung, die Krafterneuerung bringt. Die Hüter des Grales empfangen sie in demutsvoller Andacht und vermögen dann diese erhaltende Wunderkraft weiterzugeben.

Daran hängt das Bestehen der ganzen Schöpfung!

Es ist der Augenblick, in dem im Tempel des Heiligen Grales des Schöpfers Liebe strahlend sich ergießt zu neuem Sein, zu neuem Schaffensdrange, der pulsartig abwärts durch das ganze Weltall sich verteilt. Ein Beben geht durch alle Sphären, ein heiliges Erschauern ahnungsvoller Freude, großen Glückes. Nur der Geist der Erdenmenschen steht noch abseits, ohne zu empfinden, was gerade ihm damit geschieht, welch unermessliches Geschenk er stumpfsinnig entgegennimmt, weil seine Selbsteinengung im Verstande das Erfassen einer derartigen Größe nicht mehr zulässt.

Es ist der Augenblick der Lebenszufuhr für die ganze Schöpfung!

Die stete, notwendige Wiederkehr einer Bestätigung des Bundes, den der Schöpfer seinem Werke gegenüber hält. Würde diese Zufuhr einmal abgeschnitten, bliebe sie aus, so müßte alles Seiende langsam vertrocknen, altern und zerfallen. Es käme dann das Ende aller Tage, und nur Gott selbst verblieb, wie es im Anfang war! Weil er allein das Leben ist.

Dieser Vorgang ist in der Legende wiedergegeben. Es ist sogar angedeutet, wie alles altern und vergehen muss, wenn der Tag der Heiligen Taube, die „Enthüllung“ des Grales, nicht wiederkehrt, in dem Altwerden der Gralsritter, während der Zeit, in der Amfortas den Gral nicht mehr enthüllt, bis zu der Stunde, in der Parsifal als Gralskönig auftritt.

Der Mensch sollte davon abkommen, den Heiligen Gral nur als etwas Unfassbares zu betrachten; denn er besteht wirklich! Es ist aber dem Menschengeiste durch dessen Beschaffenheit versagt, ihn jemals erschauen zu können. Den Segen jedoch, der von ihm ausströmt, und der von den Hütern des Grales weitergegeben werden kann und auch weitergegeben wird, können die Menschengeister empfangen und genießen. In diesem Sinne sind einige Auslegungen nicht gerade falsch zu nennen, sobald sie in ihren Deutungen den Heiligen Gral selbst nicht mit hineinzuziehen versuchen. Sie sind richtig und doch auch wieder nicht.

Das Erscheinen der Taube an dem bestimmten Tage der Heiligen Taube zeigt die jedesmalige Sendung des Heiligen Geistes an; denn diese Taube steht in engem Zusammenhange mit ihm. Doch das ist etwas, das der Menschengeist nur bildlich zu erfassen fähig ist, weil er aus der Natur der Sache heraus bei höchster Entwicklung nur bis dahin zu denken, zu wissen und zu empfinden vermag, woher er selbst kam, also bis zu der Art, die eins mit seiner reinsten Beschaffenheit des Ursprungs ist. Das ist das ewige Geistig-Wesenhafte. Diese Grenze wird er auch im Denken niemals überschreiten können. Anderes vermag er auch nie zu erfassen. Das ist so selbstverständlich, logisch und einfach, dass dem Gedankengange jeder Mensch zu folgen vermag.

Was aber darüber ist, wird und muss der Menschheit aus diesem Grunde immer ein Mysterium sein und bleiben!

Jeder Mensch lebt deshalb in einem irrendem Wahne, so er sich einbildet, Gott in sich zu tragen, oder selbst göttlich zu sein, oder dies werden zu können, Er trägt Rein-Geistiges in sich, aber nicht Göttliches. Und darin ruht ein unüberbrückbarer Unterschied. Er ist ein Geschöpf nicht ein Teil des Schöpfers, wie sich so mancher einzureden versucht. Der Mensch ist und bleibt ein Werk, wird niemals Meister werden können.

Es ist deshalb auch unrichtig, wenn erklärt wird, dass der Menschen-geist von Gottvater selbst ausgeht und zu ihm zurückkehrt. Der Ursprung des Menschen ist das Geistig-Wesenhafte, nicht das Göttlich-Wesenlose. Er kann deshalb auch bei erreichter Vollkommenheit nur bis zum Geistig-Wesenhaften zurückkehren. Richtig ist, dass der Menschengeist aus dem Reiche Gottes stammt und deshalb auch, wenn er vollkommen wird, wieder in das Reich Gottes zurückzukehren vermag, nicht aber zu ihm selbst. Das Reich Gottes ist das Reingeistig-Wesenhafte.

Der Mittler zwischen dem Göttlich-Wesenlosen und dem Reingeistig-Wesenhaften ist der Gottessohn geworden. Er tritt aus dem Göttlich-Wesenlosen hinüber in das Geistig-Wesenhafte, wie er einst auch in das Stoffliche gekommen ist. Das Kommen des Menschensohnes bringt die Vollendung der hohen göttlichen Mission des Gottessohnes. Nach der Erfüllung wird der Gottessohn wieder ganz zurückkehren in das Göttlich-Wesenlose, während der Menschensohn das Amt des Mittlers an seiner Stelle übernimmt, und so zum Führer der Hüter des Heiligen Grales wird, zum Gralskönig, der das Heilige Gefäß betreut.

Der Menschensohn wird für den Menschengeist dann das A und das O sein, weil er den Anfang und das Ende gibt für das Fassungsvermögen des menschlichen Geistes; denn er vermag über die Grenze zum Göttlich-Wesenlosen zu gehen, und somit alles zu überschauen.



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Das Geheimnis Lucifer.

Ein grauer Schleier ruht über allem, das im Zusammenhange mit Lucifer steht. Es ist, als ob alles zurückschreckt, den Zipfel dieses Schleiers zu lüften. Das Zurückschrecken ist in Wirklichkeit nur das Unvermögen, einzudringen in das Reich des Dunkels. Das Nichtkönnen aber liegt wiederum ganz einfach in der Natur der Sache, weil hier der Menschengeist nicht so weit einzudringen vermag, sondern ihm in seiner Beschaffenheit eine Grenze gesetzt ist. Ebenso wenig wie er bis zur höchsten Höhe gehen kann, so vermag er auch nicht bis zur tiefsten Tiefe zu dringen, wird es auch nie vermögen.

So schuf die Fantasie Ersatz für das Fehlende, Wesen in mancherlei Gestalt. Man spricht vom Teufel in den abenteuerlichsten Formen, von dem gefallenen und ausgestoßenen Erzengel, von der Verkörperung des bösen Prinzips, und was sonst noch mehr ist. Von dem eigentlichen Wesen Lucifers versteht man nichts, trotzdem der Menschengeist von ihm getroffen und dadurch oft mitten hineingewirbelt wird in einen gewaltigen Zweispalt, den man mit Kampf bezeichnen kann.

Diejenigen, die von einem gefallenen Engel sprechen, und auch die, die von der Verkörperung des bösen Prinzips reden, kommen der Sache am nächsten. Nur ist auch hierbei eine falsche Einstellung, die allem ein unrichtiges Bild verleiht. Eine Verkörperung des bösen Prinzips lässt den höchsten Gipfel, das Endziel, das lebendiger-Körper-Gewordene alles Bösen denken, also die Krönung, den vollkommenen Schluss. Lucifer aber ist umgekehrt der Ursprung des falschen Prinzips, der Ausgangspunkt und die treibende Kraft. Man sollte es auch nicht das böse Prinzip nennen, das er bewirkt, sondern das falsche Prinzip. Falsch als den Begriff unrichtig genommen, nicht unrecht. Das Wirkungsgebiet dieses unrichtigen Prinzips ist die stoffliche Schöpfung. In der Stofflichkeit allein treffen die Wirkungen des Lichten und die Wirkungen des Dunkeln, also die beiden entgegengesetzten Prinzipien zusammen, und wirken darin dauernd auf die Menschenseele ein, während diese die Stofflichkeit zu ihrer Entwicklung durchläuft. Welchem sich die Menschenseele nach eigenem Wunsche mehr hingibt, ist ausschlaggebend für ihr emporsteigen zum Licht oder Abwärtsstreben zum Dunkel.

Die Kluft ist gewaltig, die zwischen dem Licht und dem Dunkel liegt. Sie wird ausgefüllt von dem Schöpfungswerke der Stofflichkeit, die der Vergänglichkeit der Formen und Wiederneubildung unterworfen ist.

Da der Kreislauf nach den Gesetzen, die der Wille Gottvaters in die Schöpfung legt, nur dann als vollendet und erfüllt gelten kann, wenn er an seinem Ende zu dem Ursprung zurückkehrt, so kann auch der Lauf eines Menschengeistes nur dann als erfüllt angesehen werden, wenn er in das Geistig-Wesenhafte zurückkehrt, das dem Urlichte am nächsten steht, weil sein Samenkorn von diesem Geistig-Wesenhaften ausgegangen ist. Lässt er sich abtreiben, dem Dunkel zu, so läuft er Gefahr, über den äußersten Kreis seines normalen Laufes nach der Tiefe zu hinausgezogen zu werden und sich dann nicht mehr zurückzufinden, zu dem Aufstiege. Er vermag aber auch nicht, aus dem dichtesten und tiefsten feinstofflichen Dunkel noch tiefer über dessen äußerste Grenze hinauszutreten aus der Stofflichkeit, wie er es nach oben zu in das Reich des Geistig-Wesenhaften tun könnte, weil dies sein Ausgangspunkt ist, und wird deshalb in dem gewaltigen Kreislaufe der stofflichen Schöpfung dauernd mit fortgezogen, bis zuletzt mit in die Zersetzung hinein, weil ihn sein feinstofflich-dunkles, deshalb dichtes und schweres Gewand, oder auch jenseitiger Körper genannt, niederhält. Die Zersetzung löst dann seine in dem Laufe durch die Schöpfung gewonnene geistige Persönlichkeit als solche mit auf, so dass er den geistigen Tod erleidet und in geistigen Ursamen zerstäubt wird. Lucifer selbst steht außerhalb der stofflichen Schöpfung, wird also nicht in die Zersetzung hineingerissen, wie es den Opfern seines Prinzips ergeht; denn Lucifer ist ewig. Er stammt aus dem Teile des Göttlich-Wesenhaften. Der Zwiespalt setzte nach dem Beginn der Entstehung alles Stofflichen ein. Ausgesandt, das Geistig-Wesenhafte in dem Stofflichen zu unterstützen und in der Entwicklung zu fördern, erfüllte er diesen seinen Auftrag nicht im Sinne des schöpferischen Willens Gottvaters, sondern er erwählte andere als die ihm durch diesen Schöpfungswillen vorgezeichneten Wege, aus einem Besserwissenwollen heraus, das ihm bei seinem Wirken in der Stofflichkeit kam.

Die ihm gegebene Kraft missbrauchend, führte er das Prinzip der Versuchungen ein, an Stelle des Prinzips schützender Hilfe, die gleichbe-deutend mit dienender Liebe ist. Dienende Liebe im göttlichen Sinne gemeint, die nichts gemein hat mit sklavischem Dienen, sondern lediglich den geistigen Aufstieg und somit des Nächsten ewiges Glück ins Auge fasst und dementsprechend handelt.

Das Prinzip der Versuchung aber ist gleichbedeutend mit dem Legen von Fallstricken, durch die nicht genügend in sich gefestigte Kreaturen schnell straucheln, stürzen und verloren gehen, während andere dagegen wieder allerdings dabei erstarken in der Wachsamkeit der Kraft, um dann machtvoll emporzublühen zu geistigen Höhen. Alles Schwächliche ist aber von vornherein der Vernichtung rettungslos preisgegeben. Das Prinzip kennt keine Güte, kein Erbarmen; es ermangelt der Liebe Gottvaters, damit aber auch der gewaltigsten Auftriebskraft und der stärksten Stütze, die es gibt.

Die in der Bibel geschilderte Versuchung im Paradiese zeigt die Wirkung von dem Einsetzen des Lucifer-Prinzips, indem sie bildlich darstellt, wie es durch Versuchung die Stärke oder Standhaftigkeit des Menschenpaares zu prüfen sucht, um diese bei dem geringsten Schwanken sofort erbarmungslos in den Weg der Vernichtung zu stoßen.

Standhaftigkeit würde gleichbedeutend gewesen sein mit freudiger Einstellung in den göttlichen Willen, der in den einfachen Natur- oder Schöpfungsgesetzen liegt. Und dieser Wille das göttliche Gebot, war dem Menschenpaare gut bekannt. Nichtwankend- werden wäre gleichzeitig eine Anerkennung und Befolgung dieser Gesetze gewesen, wodurch der Mensch sich diese erst richtig und unbeschränkt nutzbar machen kann und so zum eigentlichen „Herrn der Schöpfung“ wird, weil er „mit ihnen geht“. Alle Kräfte werden ihm dann dienstbar, wenn er sich nicht entgegenstellt, und arbeiten selbsttätig zu seinen Gunsten. Darin liegt dann die Erfüllung der Gebote des Schöpfers, die weiter nichts wollen, als die ungetrübte und ungehemmte Aufrechterhaltung und Pflege aller Entwicklungsmög-lichkeiten, die in seinem herrlichen Werke liegen. Diese einfache Betrachtung ist weitergreifend wieder ein bewusstes Mitwirken an der gesunden Fortentwicklung der Schöpfung oder der stofflichen Welt.

Wer das nicht tut, ist ein Hemmnis, das sich entweder in rechte Form schleifen lassen muss oder zwischen dem Räderwerk des Weltgetriebes, also den Schöpfungsgesetzen, der Zermalmung anheim fällt. Wer sich nicht biegen will, muss brechen, dass kein Stocken entstehen kann.

Lucifer will nicht in Güte das allmähliche Reifen und Erstarken abwarten, will nicht wie er sollte ein liebender Gärtner sein, der die ihm anvertrauten Pflanzen hütet, schützt und pflegt, sondern mit ihm wurde buchstäblich „der Bock zum Gärtner“. Er geht auf die Vernichtung alles Schwachen aus und arbeitet in dieser Weise schonungslos.

Dabei verachtet er die Opfer, die seinen Versuchungen und Fall-stricken erliegen, und will, dass sie in ihrer Schwäche zu Grunde gehen sollen.

Er hat auch Ekel vor der Niedrigkeit und der Gemeinheit, die diese gefallenen Opfer in die Auswirkungen seines Prinzips legen; denn nur die Menschen machen diese zu der ekelhaften Verworfenheit, in der sie sich präsentieren, und damit fachen sie Lucifer nur umso mehr dazu an, in ihnen Geschöpfe zu sehen, welche lediglich Vernichtung verdienen, nicht Liebe und Pflege.

Und zur Durchführung dieser Vernichtung trägt nicht wenig das sich dem Prinzip der Versuchung als natürliche Folge anschließende Prinzip des Sichauslebens bei. Das Sichausleben vollzieht sich in den niederen Regionen des Dunkels, wird aber bei so genannter Psycho-Analyse von verschiedenen Ausübenden bereits irdisch aufgenommen in der Annahme, dass auch auf Erden das Sichausleben reift und befreit.

Doch welches entsetzliche Elend muss die Ausübenden dieses Prinzips auf Erden herbeiführen! Welches Unheil muss sie anrichten, weil auf der Erde nicht wie in den Regionen des Dunkels nur Gleichartiges beisammen ist, sondern noch dunkles wie helleres neben - und miteinander lebt. Man denke nur einmal an das Sexualleben und ähnliches. Wenn ein solches Prinzip in der Praxis auf die Menschheit losgelassen wird, muss es am Ende nur ein Sodom und Gomorra geben, aus dem es kein Hinausgeleiten gibt, sondern wo nur Schrecken größter Art ein Ende bringen kann.

Ganz abgesehen davon sieht man heute schon zahlreiche Opfer ähnlicher Therapie haltlos umherirren, deren geringes Selbstbewußtsein, überhaupt alles persönliche Denken, noch ganz zerpflückt und vernichtet wurde dort, wo sie vertrauensvoll Hilfe erwartet hatten. Sie stehen da wie Menschen, denen systematisch alle Kleider vom Körper gerissen wurden, damit sie dann gezwungen sind, die ihnen gereichten Kleider anzulegen. Die also Entblößten vermögen jedoch in den meisten Fällen leider nicht mehr einzusehen, warum sie noch neue Kleider anlegen sollen. Durch das planmäßige Eindringen in ihre persönlichen Dinge und Rechte verloren sie mit der Zeit auch die das persönliche Selbstbewußtsein erhaltende Schamempfinden, ohne die es nichts persönliches geben kann, die einen Teil des Persönlichen selbst ausmacht.

Auf so zerwühltem Boden lässt sich dann kein neuer, fester Bau errichten. Unselbständig bleiben diese Menschen mit wenigen Ausnahmen, was sich bis zu zeitweiser Hilflosigkeit steigert, da ihnen auch der wenige Halt genommen wurde, den sie vorher noch hatten.

Die beiden Prinzipien des sich Auslebens und der Versuchung sind so eng zusammen verbunden, daß dem Sichausleben unbedingt die Versuchung vorausgesetzt werden muss. Es ist also die regelrechte Befolgung und Verbreitung des Lucifer-Prinzipes.

Für den wahren Seelenarzt ist kein Niederreißen nötig. Dieser heilt zuerst und baut dann weiter auf. Das wahre Prinzip gibt Umstellung falschen Verlangens durch geistige Erkenntnis!

Die Anwendung dieses lieblosen Prinzips aber musste Lucifer selbstverständlich aus der Natur der Sache heraus immer mehr von dem liebenden Willen des allmächtigen Schöpfers trennen, was die eigene Abschneidung oder Ausstoßung aus dem Lichte brachte und damit den immer tieferen Sturz Lucifers. Ein Sich-selbst-vom-Licht-getrennt-habender ist Lucifer, was gleichbedeutend ist mit einem Ausgestoßenen.

Die Abstoßung musste ebenfalls nach den bestehenden Urgesetzen, dem unumstößlichen Willen Gottvaters, erfolgen weil ein anderes Geschehen nicht möglich ist.

Da nun allein der Wille Gottvaters, des Schöpfers aller Dinge, all-mächtig ist, der auch in der stofflichen Schöpfung und deren Entwicklung festwurzelt, vermag Lucifer wohl sein Prinzip in die Stofflichkeit hineinzusenden, die Auswirkungen aber werden sich immer nur in den von Gottvater festgelegten Urgesetzen bewegen können, und müssen sich in deren Richtung formen.

So kann Lucifer durch die Verfolgung seines unrichtigen Prinzips wohl einen Anstoß geben zu für die Menschheit gefährlichen Wegen, er vermag aber nicht, die Menschen zu irgend etwas gewaltsam zu zwingen, sobald sich diese nicht selbst freiwillig dazu entschließen.

Lucifer kann tatsächlich nur locken. Der Mensch als solcher steckt aber fester als er in der stoffliche Schöpfung, demnach auch viel sicherer und kraftvoller, als ihn der Einfluss Lucifers je treffen kann. Ein jeder Wunsch ist dadurch so geschützt, dass es eine zehnfache Schmach für ihn ist wenn er sich von dieser im Vergleich zu ihm schwächeren Kraft locken lässt. Er soll bedenken, dass Lucifer selbst außerhalb der Stofflichkeit steht, während er mit festen Füßen in ihm voll vertrauten Grund und Boden wurzelt. Lucifer ist gezwungen, zu seinen Prinzip-Anwendungen nur seine Hilfstruppen zu benutzen, die sich aus in den Versuchungen gefallenen Menschengeistern zusammenstellen.

Diesen aber ist wiederum jeder nach oben strebende Menschengeist nicht nur vollkommen gewachsen, sondern in Stärke weit überlegen. Ein einziger ernster Willensakt genügt, um ein Heer davon spurlos verschwinden zu lassen. Vorausgesetzt, dass diese mit ihren Lockungen keinerlei Widerhall oder Anklang finden, an den sie sich klammern können.

Lucifer würde überhaupt machtlos sein, wenn die Menschheit sich bemühte, die von dem Schöpfer eingelegten Urgesetze zu erkennen und zu befolgen. Die Menschen stützen aber sein Prinzip durch ihre jetzige Art immer mehr und werden deshalb auch zum größten Teile unter gehen müssen.

Es ist unmöglich, dass irgend ein Menschengeist mit Lucifer selbst einen Kampf ausfechten kann, aus dem einfachen Grunde, weil er nicht bis zu diesem vorzudringen vermag, infolge der verschiedenen Wesensart. Der Menschengeist kann immer nur mit den durch das falsche Prinzip Gefallenen in Berührung kommen, die im Grunde seine Wesensart haben.

Der Ursprung Lucifers bedingt, dass ihm nur der persönlich nahen und entgegentreten kann, der aus dem gleichen Ursprung ist; denn nur ein solcher vermag bis zu ihm vorzudringen. Es muss ein Gottgesandter sein, kommend und erfüllt vom Göttlich-Wesenlosen, gewappnet mit dem heiligen Ernste seiner Mission, und vertrauend auf den Ursprung aller Kraft, auf Gottvater selbst.

Diese Aufgabe ist dem angekündigten Menschensohne zugeteilt.

Persönlich ist der Kampf, von Angesicht zu Angesicht, nicht nur symbolisch in der Allgemeinheit, wie es viele Forscher aus Verheißungen entnehmen wollen. Es ist die Erfüllung der Verheißung in Parsifal. Den „Heiligen Speer“, die Macht, hatte Lucifer falsch angewendet, und dem Geistig-Wesenhaften damit in der Menschheit in dessen Funken und Ausläufer durch sein Prinzip eine schmerzende Wunde geschlagen. Er wird ihm in dem Kampfe genommen. Dann in der „richtigen Hand“, also bei Durchführung des echten Gralsprinzipes der reinen strengen Liebe heilt er die vorher durch ihn in unrechter Hand, also falscher Anwendung, geschlagene Wunde.

Durch das Lucifer-Prinzip, also durch die falsche Anwendung göttli-cher Macht, gleichbedeutend mit dem „Heiligen Speer“ in unrechter Hand, wird dem Geistig-Wesenhaften eine Wunde geschlagen, die sich nicht schließen kann! Das ist mit diesem Gedanken in der Legende in treffender Form bildhaft wiedergegeben; denn der Vorgang gleicht wirklich einer offenen, sich nicht schließenden Wunde.

Man überlege, dass die Menschengeister als unbewusste Geistsamen-körner oder Funken aus dem niedersten Rande des Geistig-Wesenhaften an der Grenze der beginnenden Stofflichkeit in die Schöpfung der Stofflichkeit abfließen oder überspringen, in der Erwartung, dass diese ausfließenden Teile nach ihrem Laufe durch die Stofflichkeit zum persönlichen Bewusstsein erwacht und entwickelt wieder in Vollendung des Kreislaufes in das Geistig-Wesenhafte zurückkehren. Ähnlich dem Kreislaufe des Blutes in dem grobstofflichen Körper! Das Lucifer-Prinzip jedoch lenkt nun einen großen Teil dieses geistigen Kreislaufstromes ab, wodurch viel des Geistig-Wesenhaften verloren geht. Dadurch kann der notwendige Kreislauf nicht geschlossen werden und es wirkt sich aus wie das dauernde schwächende Abfließen einer offenen Wunde.

Kommt aber nun der „Heilige Speer“, also die göttliche Macht, in die richtige Hand, die in dem Willen des Schöpfers steht und dem durch die Stofflichkeit als belebenden Faktor wandernden Geistig-Wesenhaften den rechten Weg weist, der es aufwärts führt zu seinem Ausgangspunkte, in das lichte Reich Gottvaters, so geht es nicht mehr verloren, sondern fließt damit zurück in seinen Ursprung wie das Blut zum Herzen, wodurch die im Geistig-Wesenhaften bisher schwächend abfließende Wunde geschlossen wird. Somit kann die Heilung nur durch den gleichen Speer erfolgen, der diese Wunde schlug.

Dazu muss aber der Speer Lucifer entwendet werden und in die richtige Hand kommen, was sich in dem persönlichen Kampfe des Menschensohnes mit Lucifer vollzieht!

Die sich dann noch anschließenden, in das Stoffliche und Grobstoffli-che hineinziehenden Kämpfe sind nur Nachwirkungen dieses einen großen Kampfes, der die verheißene Fesselung Lucifers bringen muss, die den Beginn des tausendjährigen Reiches kündet. Sie bedeutet die Ausrottung der Folgen des Lucifer-Prinzips.

Dieses richtet sich gegen das Walten göttlicher Liebe, deren Segnung den Menschen in ihrem Laufe durch die Stofflichkeit zu teil werden. Würde nun die Menschheit einfach dieser göttlichen Liebe nachstreben, so wäre sie sofort vollkommen gefeit vor jeglichen Versuchungen Lucifers, und er würde aller seiner Schrecken entkleidet sein, die der Menschengeist um ihn webt.

Der bunten Fantasie der Menschenhirne sind auch die ungeheuer-lichen, hässlichen Gestalten entsprungen, die man irrtümlich Lucifer zu geben sich bemüht. In Wirklichkeit vermochte ihn auch aus dem einfachen Grunde der verschiedenen Wesensart heraus noch keines Menschen Auge zu erschauen, auch nicht das geistige Auge, das die Feinstofflichkeit des Jenseits oft schon während des Erdenlebens zu erkennen fähig ist. Lucifer ist im Gegenteil zu allen Anschauungen stolz und schön zu nennen, überirdisch schön, von düsterer Majestät mit klaren, großen, blauen Augen, die aber von dem eisigen Ausdrucke fehlender Liebe zeugen. Er ist nicht nur ein Begriff, wie man ihn gewöhnlich nach vergeblichen anderen Deutungen hinzustellen versucht, sondern er ist persönlich.

Die Menschheit soll begreifen lernen, dass auch ihr durch ihre eigene Wesenheit eine Grenze gesetzt ist, die sie niemals überschreiten kann, natürlich auch im Denken nicht, und dass von jenseits dieser Grenze Botschaften nur auf dem Gnadenwege kommen können. Doch nicht durch Medien, die ihre Wesenheit auch nicht durch unirdische Zustände verändern können, ebenso wenig wie die Wissenschaft. Gerade diese hat ja durch Chemie Gelegenheit zu finden, dass Verschiedenheit der Art unüberwindliche Grenzen bilden kann. Diese Gesetze aber gehen von dem Ursprunge aus, sind nicht nur in dem Werk der Schöpfung zu finden.


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1 ) Heft 2, Vortrag: „Gottessohn und Menschensohn“

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