Was trennt so viele Menschen heute von dem Licht?

Wie tiefe Nacht lagert das feinstoffliche Dunkel über dieser Erde! Sehr lange schon. Es hält die Erde in erstickender Umklammerung, so dicht und fest, dass jede aufsteigende Lichtempfindung einer Flamme gleicht, die ohne Sauerstoff die Kraft verliert, und schnell verbleichend in sich selbst zusammensinkt. Furchtbar ist dieser feinstoffliche Zustand, der sich zur Zeit in seiner schlimmsten Auswirkung betätigt. Wer einmal fünf Sekun-den nur dieses Geschehen schauen dürfte, dem würde das Entsetzen alle Hoffnung auf Errettung rauben! -

Und alles das ist durch die Schuld der Menschen selbst herbeigeführt Durch Schuld des Hanges nach dem Niederen. Der größte Feind ist sich die Menschheit dabei selbst gewesen. Nun laufen sogar noch die Wenigen Gefahr, die wieder ernsthaft nach der Höhe streben, dass sie mit hinab-gerissen werden in die Tiefe, deren Andere mit unheimlicher Schnelle jetzt entgegenreifen.

Es kommt einem Umschlingen gleich, dem unbedingt tötendes Auf-saugen nachfolgt. Aufsaugen in den schwülen, zähen Sumpf, in welchem lautlos alles untergeht. Es ist kein Ringen mehr, sondern nur noch ein stilles, stummes, unheimliches Würgen.

Und der Mensch erkennt es nicht. Geistige Trägheit lässt ihn blind sein gegen das verderbliche Geschehen.

Der Sumpf aber schickt dauernd seine giftigen Ausstrahlungen voraus, die die noch Starken, Wachen langsam müde machen, damit auch sie einschlafend kraftlos mit versinken.

So sieht es jetzt auf dieser Erde aus. Es ist kein Bild, das ich damit entrolle, sondern Leben! Da alles Feinstoffliche Formen trägt, geschaffen und belebt durch die Empfindungen der Menschen, spielt sich ein solch Geschehen wirklich dauernd ab. Und das ist die Umgebung, die der Menschen wartet, wenn sie von dieser Erde gehen müssen, und nicht hinaufgeleitet werden können zu den lichteren und schöneren Gefilden.

Aber das Dunkel zieht sich immer mehr zusammen.

Es naht deshalb die Zeit, da diese Erde eine Spanne lang dem Re-giment des Dunkels überlassen bleiben muss, ohne direkte Hilfe aus dem Licht, weil es die Menschheit durch ihr Wollen so erzwang. Die Folgen ihres Wollens in der Mehrheit mußten dieses Ende bringen. - Es ist die Zeit, die einst Johannes schauen durfte, wo Gott sein Angesicht verhüllt. -

Nacht ist es rings umher. Doch in der höchsten Not, wo alles, auch das Bessere, mit zu versinken droht, bricht nun gleichzeitig auch die Morgenröte an! Die Morgenröte aber bringt zuerst die Wehen einer großen Reinigung, die unvermeidlich ist, bevor die Rettung aller ernsthaft Suchenden beginnen kann; denn allen denen, die das Niedere erstreben, kann die Hand zur Hilfe nicht geboten werden! Sie sollen stürzen bis in jene grauenvolle Tiefen, wo sie allein noch auf Erwachen hoffen können, durch Qualen, die ihnen zum Ekel vor sich selber werden müssen. Die, die bisher höhnend und anscheinend ungestraft den Aufwärtsstrebenden Hemmnisse schaffen konnten, werden schweigsam, nachdenklicher sein, bis sie zuletzt noch bettelnd, wimmernd um die Wahrheit flehen.

So leicht wird es für diese dann nicht sein, sie werden unaufhaltsam durch die Mühlsteine der ehernen Gesetze göttlicher Gerechtigkeit geführt, bis sie in dem Erleben zur Erkenntnis ihrer Irrtümer gelangen. -

Auf meinen Reisen konnte ich erkennen, dass eine Brandfackel unter die trägen Menschengeister flog mit meinem Wort, welches erklärt, dass kein Mensch Göttliches sein eigen nennen kann, während gerade jetzt vieles Bemühen dahin geht, Gott in sich zu entdecken, und damit zuletzt auch selbst zum Gott zu werden!

Unruhe ist deshalb mit meinem Wort vielfach erwacht, die Menschheit will sich aufbäumend dagegen wehren, weil sie nur einschläfernde und beruhigende Warte hören will, die ihnen angenehm erscheinen!

Die sich also Aufbäumenden sind nur Feiglinge, die sich am liebsten vor sich selbst verstecken, nur um im Düsteren zu bleiben, in dem es sich so schön und ruhig träumen lässt, nach eigenem Verlangen.

Nicht Jedermann kann es vertragen, dem Licht der Wahrheit ausgesetzt zu sein, welches klar und erbarmungslos die Mängel und die Flecken des Gewandes zeigt.

Durch Lächeln, Spott, oder durch Feindschaft wollen solche den kommenden Tag verhindern, der die tönernen Füße ihres unhaltbaren Aufbaues des Götzen „Ich“ deutlich erkennen lässt. So Törichte spielen nur Maskenfeste mit sich selbst, denen der graue Aschermittwoch unerbittlich folgen wird. Sie wollen sich in ihren falschen Anschauungen doch nur selbst vergöttern, und darin fühlen sie sich irdisch wohl, behaglich. Sie betrachten den von vornherein als Feind, der sie aus dieser trägen Ruhe stört!

Doch alles Aufbäumen nützt ihnen diesmal nichts!

Die Selbstvergöttlichung, die sich in der Behauptung zeigt, dass Gött-liches im Menschen sei, ist ein schmutziges Tasten nach der Erhabenheit und Reinheit Eures Gottes. Das Euch das Heiligste, nach dem Ihr auf-schaut in dem seligsten Vertrauen, damit schändet! -

In Eurem Inneren steht ein Altar, der zur Verehrung Eures Gottes dienen soll. Dieser Altar ist Euere Empfindungsfähigkeit. Ist diese rein, hat sie direkt Verbindung mit dem Geistigen, und dadurch mit dem Paradiese! Dann gibt es Augenblicke, in dem auch Ihr die Nähe Eures Gottes voll empfinden könnt, wie es im tiefsten Schmerz und höchster Freude oft geschieht!

Ihr empfindet seine Nähe dann in gleicher Art, wie sie die ewigen Reingeistigen im Paradies dauernd erleben, mit denen ihr in solchen Augenblicken eng verbunden seid. Die starke Vibration durch das Auf-wühlende der großen Freude wie des Liefen Schmerzes drängt alles Irdisch-Niedere sekundenlang weit in den Hintergrund, und dadurch wird die Reinheit der Empfindung frei, sie gibt damit sofort die Brücke mit der gleichartigen Reinheit, die das Paradies belebt!

Das ist das höchste Glück des Menschengeistes, dieser Krone aller Schöpfung. Die Ewigen im Paradiese leben darin dauernd. Es bringt die herrliche Gewissheit des Geborgenseins. Sie sind sich dann der Nähe ihres großen Gottes voll bewusst, in dessen Kraft sie stehen, sehen aber dabei auch als selbstverständlich ein, dass sie auf ihrer größten Höhe sind, und niemals fähig werden können, Gott zu erschauen.

Das drückt sie aber nicht, sondern in der Erkenntnis seiner unnah-baren Größe finden sie jauchzenden Dank für seine namenlose Gnade, die er im Hinblick auf die anmaßende Kreatur stets walten ließ.

Und dieses Glück kann schon der Erdenmensch genießen. Es ist ganz richtig, wenn gesagt wird, dass der Erdenmensch in weihevollen Augen-blicken die Nähe seines Gottes spürt. Zum Frevel aber wird es, will man aus dieser wundervollen Brücke des Bewusstwerdens göttlicher Nähe heraus die Behauptung aufstellen, selbst einen Funken Gottheit in sich zu haben.

Hand in Hand mit dieser Behauptung geht auch die Herabzerrung göttlicher Liebe. Wie kann man Gottesliebe mit dem Masse einer Men-schenliebe abmessen? Noch mehr, sie sogar in dem Werte unter diese Menschenliebe stellen? Seht Euch die Menschen an, welche göttliche Liebe als das höchste Ideal sich nur ganz still erduldend und dazu alles verzeihend vorstellen! Sie wollen darin Göttliches erkennen, dass es sich von weit niedereren Kreaturen alles Ungezogene gefallen lässt, wie es nur bei dem größten Schwächling ist, wie bei dem feigsten Menschen, den man darob verachtet, Denkt doch darüber nach, welche ungeheuerliche Schmach darin verankert ist!

Die Menschen wollen ungeahndet sündigen, um dann zuletzt noch ihrem Gotte eine Freude damit zu bereiten, wenn sie sich von ihm ohne eigene Sühne ihre Schuld verzeihen lassen! Solches anzunehmen, dazu gehört entweder maßlose Beschränktheit, strafwürdige Faulheit, oder die Erkenntnis hoffnungsloser eigener Schwäche für das gute Wollen nach dem Aufwärtsstreben: Eins ist aber so verwerflich wie das andere.

Stellt euch göttliche Liebe vor! Kristallklar, strahlend, rein und groß! Könnt ihr euch dabei denken, dass sie so süßlichschwächlich, entwürdigend nachgebend sein kann, wie die Menschen so gern möchten! Sie wollen falsche Größe aufbauen, dort, wo sie Schwäche wünschen, geben ein falsches Bild, nur um sich selbst dabei noch etwas vorzutäuschen, sich zu beruhigen über die eigene Fehlerhaftigkeit, die sie bereitwillig im Dienst des Dunkels stehen lässt. Wo ist dabei die Frische und die Kraft, die zur Kristallreinheit göttlicher Liebe unbedingt gehört? Göttliche Liebe ist untrennbar von der größten Strenge göttlicher Gerechtigkeit. Sie ist sie sogar selbst. Gerechtigkeit ist Liebe, und Liebe wiederum liegt nur in der Gerechtigkeit. Darin allein liegt auch die göttliche Verzeihung.

Es ist richtig, wenn die Kirchen sagen, dass Gott alles verzeiht! Und wirklich verzeiht! Im Gegensatz zum Menschen, der selbst noch den, der Irgend eine kleine Schuld gebüßt, für dauernd unwert hält, und sich mit solcher Art Gedanken doppelt Schuld auflädt, weil er darin nicht nach dem Willen Gottes handelt. Hier fehlt der Menschenliebe die Gerechtigkeit.

Die Auswirkung göttlichen Schöpfungswillens reinigt jeden Menschen-geist von seiner Schuld, in eigenem Erleben oder in der freiwilligen Besserung, sobald er aufwärts strebt.

Kommt er aus diesen Mühlen in der Stofflichkeit zum Geistigen zu-rück, so steht er rein im Reiche seines Schöpfers es spielt keine Rolle, was er je gefehlt! Genau so rein wie einer, der noch niemals fehlte. Doch durch die Auswirkung der göttlichen Gesetze geht sein Weg vorher, und in der Tatsache liegt die Gewähr der göttlichen Verzeihung, seiner Gnade!

Hört man nicht heute vielfach die entsetzte Frage: Wie konnten diese Jahre solcher Not geschehen mit Gottes Willen? Wo bleibt dabei die Liebe, wo Gerechtigkeit? Die Menschheit fragt, es fragen die Nationen, oft die Familien und der einzelne Mensch! Sollte ihm dies nicht eher der Beweis sein, dass die Gottesliebe doch wohl anders ist, als sich so mancher denken möchte? Versucht doch einreal, die alles verzeihende Gottesliebe so bis zu einem Ende auszudenken, wie man krampfhaft sich bemüht, sie hinzustellen! Ohne eigene Sühne, alles duldend und zuletzt großmütig noch verzeihend. Es muss ein klägliches Ergebnis werden! Dünkt sich der Mensch so wertvoll, dass sein Gott darunter leiden soll? Noch wertvoller demnach wie Gott? Was liegt alles in dieser Anmaßung der Menschen. -

Bei ruhigem Denken müsst ihr über tausend Hindernisse straucheln, und könnt nur dann zu einem Schlusse kommen, wenn ihr Gott ver-kleinert, ihn unvollkommen macht

Er aber war, und ist, und bleibt vollkommen, gleichviel, wie sich die Menschen dazu stellen.

Seine Verzeihung liegt in der Gerechtigkeit. Nicht anders. Und in dieser unverrückbaren Gerechtigkeit liegt auch allein die grosse, bisher so verkannte Liebe!

Gewöhnt Euch ab, dabei nach Irdischem zu messen. Gottes Gerech-tigkeit und Gottes Liebe gilt dem Menschengeiste. Das Stoffliche spricht dabei gar nicht mit Es ist ja nur vom Menschengeiste selbst geformt, und ohne Geist hat es kein Leben.

Was quält Ihr Euch so oft mit rein irdischen Kleinigkeiten, die Ihr als Schuld empfindet, und die es gar nicht ist.

Nur das, was der Geist bei einer Handlung will, ist ausschlaggebend für die göttlichen Gesetze in der Schöpfung. Dieser geistige Wille ist aber nicht Gedankentätigkeit, sondern das innerste Empfinden, das eigentliche Wollen in dem Menschen, das allein die Gesetze des Jenseits in Bewegung setzen kann und auch selbsttätig in Bewegung setzt.

Göttliche Liebe lässt sich von den Menschen nicht herabzerren; denn in ihr ruhen in der Schöpfung auch die ehernen Gesetze seines Willens, der von der Liebe getragen ist. Und diese Gesetze wirken sich so aus, wie der Mensch sich darin gibt. Sie können ihn verbinden bis zur Nähe seines Gottes, oder sie bilden eine Scheidewand, die nie zertrümmert werden kann, es sei denn durch das endliche Sicheinfügen des Menschen, was gleichbedeutend mit Gehorchen ist, worin allein er sein Heil finden kann, sein Glück. Es ist ein Guss, das große Werk zeigt keine Mängel, keinen Spalt. Ein jeder Tor, ein jeder Narr, der anders will, wird sich dabei den Kopf zerschmettern. -

Göttliche Liebe wirkt darin nur das, was jedem Menschengeiste nützt, nicht aber das, was ihm auf Erden Freude macht, und angenehm erscheint. Darüber geht sie weit hinaus, weil sie das ganze Sein beherrscht -

So mancher Mensch denkt jetzt sehr oft: Wenn Trübsal zu erwarten ist, Vernichtung, um eine große Reinigung herbeizuführen, so muss Gott so gerecht sein, vorher Bußprediger auszusenden. Der Mensch muss doch vorher gewarnt werden. Wo ist Johannes, der das Kommende verkündet?

Es sind Unselige in großseinsollender Gedankenleere! Nur Anmaßung der größten Hohlheit birgt sich hinter solchen Rufen. Sie würden ihn doch stäuben, in den Kerker werfen!

Öffnet doch die Augen und die Ohren! Sind die sich häufenden Naturereignisse und Katastrophen nicht genug der ernsten Warnungen? Reden nicht die Zustände in Russland und China eine ernste Sprache? Selbst die Deutschen aus den nahen Grenzgebieten senden ihre Klagen oft genug unter der Geisel ihrer, unserer Feinde! Doch tanzend geht man über alle Not und Schrecken seiner

Nebenmenschen leichtsinnig hinweg! Man will nicht sehen und nicht hören! -

Auch ein Bußprediger ging voran, schon vor 2000 Jahren, das menschgewordene Wort folgte ihm auf dem Fuße. Doch die Menschen haben sich eifrig bemüht, den reinen Glanz des Wortes wieder fortzuwischen, zu verdunkeln, damit die Anziehungskraft seines Leuchtens nach und nach erlosch. -

Und alle, die das Wort ausgraben wollen aus den Schlinggewächsen, müssen bald verspüren, wie Boten aus dem Dunkel krampfhaft sich bemühen, jedes freudige Erwachen zu verhindern!

Es wiederholt sich aber heute kein Geschehen wieder wie zu Christus Zeiten! Da kam das Wort! Die Menschheit hatte ihren freien Willen, und entschied sich damals in der Hauptsache zur Ablehnung, zu dem Ver-werfen! Von da an waren sie nun den Gesetzen unterworfen, die sich selbsttätig an den damals so getätigten freien Entschluss angliederten. Die Menschen fanden auf dem selbstgewählten Wege nachdem alle Früchte ihres eigenen Wollens.

Bald schließt sich nun der Kreis. Es häuft sich immer stärker an und staut sich wie ein Wall, der bald zusammenbricht aber der Menschheit, die in geistiger Stumpfheit ahnungslos dahinlebt. Am Ende, zur Zeit der Erfüllung, bleibt ihnen naturgemäß nicht mehr die freie Wahl!

Sie müssen nunmehr einmal ernten, was sie damals, und auch auf den späteren Abwegen, säten.

Alle sind heute zur Abrechnung wieder auf dieser Erde inkarniert, weiche zu Christus Zeiten einst das Wort verwarfen. Sie haben heute nicht das Anrecht mehr auf vorherige Warnung und nochmalige Entscheidung. In den zweitausend Jahren blieb ihnen Zeit genug, sich anders zu be-sinnen! Auch wer Gott und seine Schöpfung falsch gedeutet aufnimmt, und sich nicht bemüht, es reiner zu erfassen, der hat es gar nicht aufgenom-men. Es ist sogar weit schlimmer, da ein falscher Glaube davon fernhält, Wahrheit zu erfassen.

Doch wehe dem, der Wahrheit fälscht oder verändert, um dadurch Zulauf zu erhalten, weil es den Menschen in bequemererer Form auch angenehmer ist. Er bürdet sich nicht nur die Schuld der Fälschung, Irreführung auf, sondern er trägt auch noch alle Verantwortung für die, die er mit der Bequemermachung oder Annehmbarermachung an sich ziehen konnte. Ihm wird dann nicht geholfen, wenn seine Stunde der Vergeltung kommt. Er stürzt hinab in Tiefen, die ihn niemals wiedergeben können, und mit Recht! - Auch das durfte Johannes miterschauen und in seiner Offenbarung davor warnen.

Und wenn einmal die große Reinigung beginnt, so bleibt dem Menschen diesmal keine Zeit, sich aufzubäumen, oder gar sich gegen das Geschehen anzustemmen. Die göttlichen Gesetze, von denen sich der Mensch so gern ein falsches Bild macht, wirken sich dann unerbittlich aus.

Gerade in der Furchtbarkeit der Zeit, welche die Erde je erlebte, wird die Menschheit endlich lernen, dass Gottesliebe weit entfernt ist von der Weichheit und der Schwächlichkeit, die man ihr anzudichten sich vermaß.

Mehr als die Hälfte aller Menschen in der Gegenwart gehört gar nicht auf diese Erde!

Schon seit Jahrtausenden ist diese Menschheit so gesunken, lebt so stark in der Dunkelheit, dass sie in ihrem unsauberen Wollen viele Brücken schlug zu dunklen Sphären, die weit unter diesem Erdenplane sind. Dort leben Tiefgesunkene, deren feinstoffliches Gewicht niemals die Möglichkeit zuließ, herauf auf diesen Erdenplan zu kommen.

Darin lag Schutz für alle auf der Erde Lebenden, sowie für diese Dunk-len selbst. Sie sind getrennt durch das natürliche Gesetz der feinstofflichen Schwere. Dort unten können sie sich austoben in ihren Leidenschaften, allen Niedrigkeiten, ohne damit Schaden anzurichten. Im Gegenteil ihr ungehemmtes Sichausleben trifft dort nur die Gleichgearteten, ebenso wie deren Ausleben auch sie angreift. Sie leiden damit gegenseitig, was zum Reifen führt, nicht aber zu weiterer Schuld. Denn durch das Leiden kann der Ekel einst erwachen vor sich selbst, und mit dem Ekel auch der Wunsch, aus diesem Reiche fortzukommen. Der Wunsch führt mit der Zeit zu qualvoller Verzweiflung, die zuletzt heißeste Gebete nach sich ziehen kann, und damit ernstes Wollen zu der Besserung.

So sollte es geschehen. Doch durch der Menschen falsches Wollen kam es anders!

Die Menschen schlugen durch ihr dunkles Wollen eine Brücke in die Region des Dunkels. Sie reichten damit den dort Lebenden die Hand, ermöglichten ihnen durch Anziehungskraft gleicher Art, heraufzukommen auf die Erde. Hier fanden sie natürlich auch Gelegenheit zu der erneuten Inkarnierung, die für sie nach normalem Weltgeschehen noch nicht vor-gesehen war.

Denn auf dem Erdenplane, wo sie durch Vermittelung des Grobstofflichen mit den Lichteren und Besseren gemeinsam leben können, richten sie nur Schaden an und bürden damit neue Schuld auf sich. Das können sie in ihren Niederungen nicht; denn ihren Gleichartigen bringt die Niedrigkeit nur Nutzen, weil sie darin zuletzt doch schließlich nur sich selbst erkennen, und Abscheu davor lernen, was zur Besserung beiträgt.

Diesen normalen Weg aller Entwickelung hat nun der Mensch gestört, durch niedrige Verwendung seines freien Willens, mit dem er feinstoffliche Brücken formte zu der Region des Dunkels, so dass dahin Gesunkene wie eine Meute auf den Erdenplan geworfen werden konnten, die nun frohlockend einen größten Teil davon bevölkern.

Da lichte Seelen vor dem Dunkel weichen müssen, dort, wo Dunkel festen Fuß gewonnen hat, war es den so zu Unrecht auf den Erdenplan gekommenen dunkleren Seelen leicht, auch manchmal dort zur Inkar-nierung zu gelangen, wo sonst nur eine lichte Seele eingegangen wäre. Die dunkle Seele hat dabei durch irgend Jemand der Umgebung der werdenden Mutter einen Halt gefunden, der esihr ermöglichte, sich zu behaupten und das Lichte zu verdrängen, auch wenn die Mutter oder der Vater zu den Lichteren gehören.

Damit erklärt sich auch das Rätsel, dass so manches schwarze Schaf zu guten Eltern kommen konnte. Achtet aber eine werdende Mutter besser auf sich und ihre nähere Umgebung, auf ihren Verkehr, so kann dies nicht geschehen.

Es ist also nur Liebe darin zu erkennen, wenn die Schlussauswirkung der Gesetze in voller Gerechtigkeit endlich die nicht Hierhergehörenden hinwegfegt von dem Erdenplane, dass sie hinabstürzen in jenes Reich des Dunkels, wohin sie auch nach ihrer Art gehören. Sie können dadurch Lichtere nicht mehr am Aufstieg hindern, und sich selbst neue Schuld aufbürden, sondern vielleicht doch noch reifen in dem Ekel ihres eigenen Erlebens. -- -

Die Zeit wird selbstverständlich kommen, die mit ehernem Griff die Herzen aller Menschen packt, wo mit furchtbarer Unerbittlichkeit in jeder Menschenkreatur geistiger Hochmut ausgerottet wird. Dann fällt auch jeder Zweifel, der jetzt den Menschengeist an der Erkenntnis hindert, dass Göttliches nicht in ihm ist, sondern hoch über ihm. Dass es nur als das reinste Bild auf dem Altare seines Innenlebens stehen kann, nach dem er aufschaut in demütigem Gebet. -

Es ist kein Irrtum, sondern Schuld, wenn sich ein Menschengeist dazu bekennt, auch göttlich sein zu wollen. Solche Überhebung muss ihn stür-zen; denn es ist gleichbedeutend mit einem Versuche, seinem Gott das Zepter aus der Hand zu reißen, ihn herabzuzerren auf die gleiche Stufe, die der Mensch einnimmt, und die er bisher nicht einmal erfüllte, weil er mehr sein wollte, und nach den Höhen blickt, die er doch nie erreichen, nicht einmal erkennen kann. So übersah er achtlos alle Wirklichkeit, machte sich selbst nicht nur ganz nutzlos in der Schöpfung, sondern weit schlimmer: zum direkten Schädling!

Am Ende wird es ihm, durch seine eigene falsche Einstellung herbeigeführt, mit unheimlicher Deutlichkeit bewiesen werden, dass er in seiner jetzigen so tief gesunkenen Beschaffenheit nicht einmal Schatten einer Göttlichkeit bedeutet. Der ganze Schatz Irdischen Wissens, den er mühsam auf­gespeichert hat in den Jahrtausenden, wird dann vor dem entsetzten Blicke seiner Augen sich als Nichts erweisen, hilflos wird er an sich selbst erleben, wie die Früchte seines einseitigen Erdenstrebens nutzlos werden, manchmal sogar ihm zum Fluche. Dann mag er sich auf seine eigene Göttlichkeit besinnen, wenn er kann! - -

Zwingend wird es ihm entgegendröhnen: Nieder auf die Kniee, Kreatur, vor Deinem Gott und Herrn! Versuche nicht, frevelnd Dich selbst zum Gotte zu erheben! -- -

Die Eigenbrödlerei des faulen Menschengeistes geht nicht weiter. --

Erst dann kann diese Menschheit auch an einen Aufstieg denken. Das Ist dann auch die Zeit, in welcher stürzen wird, was nicht auf rechtem Grunde steht. Scheinexistenzen, die falschen Propheten und Vereini-gungen, die sich darum schließen, werden in sich selbst zusammenbrechen! Damit werden dann auch die bisherigen falschen Wege offenbar. So man-cher Wohlgefällige wird dann wohl auch entsetzt erkennen, dass er vor einem Abgrund steht, und, falsch geführt, schnell abwärts gleitet, während er stolz wähnte, aufsteigend sich schon dem Licht zu nähern!

Dass er Schutztore öffnete, ohne dahinter auch die Vollkraft der Verteidigung zu haben Dass er Gefahren auf sich zog, die in natürlichem Geschehen von ihm übersprungen worden wären. Wohldem, der dann den rechten Weg zur Umkehr findet. - -





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Der Schrei nach dem Führer



Sehen wir uns einmal alle Menschen näher an, die heute ganz beson-ders lebhaft einen geistigen Führer suchen, die innerlich gehoben ihn erwarten. Nach ihrer Meinung selbst schon geistig gründlich vorbereitet, ihn zu erkennen, und sein Wort zu hören!

Was wir bei ruhiger Betrachtung sehen, sind sehr viele Spaltungen. Die Sendung Christi hat zum Beispiel auf so viele Menschen sonderbar gewirkt. Sie schufen sich ein falsches Bild davon. Ursache dazu war, wie üblich, unrichtige Selbsteinschätzung, Überhebung.

An Stelle der früheren Ehrfurcht und Bewahrung einer selbstverstän-dlichen Kluft und scharfer Abgrenzung zu ihrem Gott ist auf der einen Seite winselndes Betteln getreten, das immer nur empfangen will, um keinen Preis aber selbst etwas dabei tun. Das „bete“ nahmen sie wohl auf, aber dass dabei noch „und arbeite“ vorhanden ist, „arbeite an dir selbst“, das wollen sie nicht wissen.

Auf anderer Seite wieder glaubt man so selbständig zu sein, so unabhängig, dass man alles selbst tun kann, und mit einiger Mühe sogar göttlich wird.

Es gibt auch viele Menschen, die nur fordern, und erwarten, dass Gott ihnen nachzulaufen hat. Da er ja schon einmal seinen Sohn sandte, lieferte er damit den Beweis dafür, wie sehr ihm daran gelegen ist, dass die Menschheit sich ihm nähert, ja, dass er sie wahrscheinlich sogar braucht!

Wohin man blickt, dort ist in allem nur noch Anmaßung zu finden, keine Demut. Es fehlt die rechte Selbsteinschätzung. -

In erster Linie wird notwendig, dass der Mensch heruntersteigt von seiner künstlichen Höhe, um wirklich Mensch sein zu können, um als solcher seinen Aufstieg zu beginnen.

Er sitzt heute am Fuße des Berges geistig aufgeblasen auf einem Baume, anstatt mit beiden Füßen fest und sicher auf dem Erdboden zu stehen. Deshalb wird er auch nie den Berg ersteigen können, wenn er nicht vorher von dem Baume herunterklettert oder stürzt.

Unterdessen sind aber dann wahrscheinlich alle die, welche ruhig und vernünftig auf der Erde unter seinem Baume ihren Weg schritten, und auf die er hochmütig herabsah, oben auf dem Gipfel angekommen.

Aber das Geschehen kommt ihm bald dabei zu Hilfe; denn der Baum wird stürzen, in ganz naher Zeit. Vielleicht besinnt sich dann der Mensch noch einmal eines Besseren, wenn er so unsanft von schwankender Höhe auf den Boden kommt. Dann ist es aber für ihn die allerhöchste Zeit, nicht eine Stunde bleibt ihm dabei zu versäumen übrig.

Jetzt denken viele, dass es in dem Schlendrian so weitergehen kann, wie es Jahrtausende gegangen ist.

Breit und behaglich sitzen sie in ihren Sesseln, und erwarten einen starken Führer.

Doch wie stellen sie sich diesen Führer vor! Es ist tatsächlich zum Erbarmen.

In erster Linie erwarten sie von ihm, oder, sagen wir nur ganz richtig, fordern sie von ihm, dass er einen jeden Einzelnen dessen Weg empor zum Licht bereitet! Er hat sich zu bemühen, Brücken für die Anhänger jeder Konfession nach dem Wege der Wahrheit zu schlagen! Er hat es so leicht und verständlich zu machen, dass es ein Jeder mühelos verstehen kann. Seine Worte müssen so gewählt sein, dass deren Richtigkeit Groß und Klein aller Stände ohne Weiteres überzeugt.

Sobald der Mensch sich selbst dabei bemühen und selbst denken muss, dann ist es nicht ein rechter Führer. Denn wenn er berufen ist, durch sein Wort führend den rechten Weg zu zeigen, so muss er sich natürlich auch um die Menschen bemühen. Seine Sache ist es, die Menschen zu über-zeugen, zu erwecken! Christus ließ ja auch seinLeben.

Die heute also denken, und es sind viele, die dazu gehören, die brauchen sich nicht erst zu bemühen, denn sie gleichen den törichten Jungfrauen, gehen dem „zu spät“ entgegen! Der Führer weckt sie sicher nicht, sondern wird sie ganz ruhig weiter schlafen lassen, bis das Tor geschlossen ist, und sie nicht Einlass finden können in das Licht, da sie sich nicht zu rechter Zeit aus dem Bereich der Stofflichkeit befreien können, wozu das Wort des Führers ihnen den Weg wies.

Die Sorte Menschen werden suchend und auch überlegen kritisierend vorübergehen, wie auch so viele damals schon an dem vorübergingen. auf dessen Kommen alles durch die Offenbarungen schon vorbereitet war.

Wie kann man einen geistigen Führer so sich denken!

Er wird der Menschheit keinen Fußbreit irgendwelche Konzessionen machen, und fordern überall, wo man erwartet, dass er gibt!

Denn der Mensch ist nicht so wertvoll, wie er es sich eingebildet hat Gott braucht ihn nicht, er aber seinen Gott!

Da die Menschheit in ihrem so genannten Fortschritt heute nicht mehr weiß, was sie eigentlich will, wird sie endlich erfahren müssen, was sie soll!

Der Mensch jedoch, der ernsthaft denken kann, der wird sofort erken-nen, dass gerade in dem strengen, rücksichtslosen Fordern eines aufmerk-samen Denkens das Beste liegt, was die so tief in ihre Geistesträgheit schon verstrickte Menschheit zur Errettung braucht! Gerade damit, dass ein Führer für das Verstehen seiner Worte von vornherein geistige Regsamkeit verlangt, und ernstes Wollen, Sichbemühen, trennt er spielend Spreu von Weizen schon bei dem Beginn. Es liegt darin ein selbsttätiges Wirken, wie es in den göttlichen Gesetzen ist Es wird den Menschen auch hierin genau nach dem, wie sie es wirklich wollen. - -

Nun gibt es aber auch noch eine Sorte Menschen, die sich ganz besonders rege dünken!

Diese haben sich von einem Führer natürlich ein ganz anderes Bild entworfen, wie man aus Berichten lesen kann. Es ist jedoch nicht weniger grotesk; denn sie erwarten darin einen . . . . Geistesakrobaten!

Es wird ja sowieso von Tausenden schon angenommen, dass Hellsehen und Hellhören, Hellempfinden usw., großer Fortschritt wäre, der es in Wirklichkeit jedoch nicht ist. Derartiges Angelernte, Großgezogene, sogar das als Begabung Mitgebrachte, kann sich niemals über diesen Erdenbann erheben. Bewegt sich also nur in niederen Grenzen, die auf Höhe niemals Anspruch machen können, und deshalb ziemlich wertlos sind.

Will man der Menschheit etwa damit zum Aufstiege verhelfen, wenn man ihr die gleichstufigen feinstofflichen Dinge zeigt, oder sie sehen, hören lehrt?

Dies hat mit eigentlichem Aufstiege des Geistes nichts zu tun. Ebenso wenig Zweck für irdisches Geschehen! Es sind geistige Kunststückchen, nichts weiter, für Einzelmenschen interessant, für die gesamte Menschheit aber ohne jeden Wert!

Dass alle Solche sich auch einen gleichartigen Führer wünschen, der es schließlich besser kann, als sie, ist ja ganz leicht verständlich. -

Doch es gibt eine große Zahl, die darin noch viel weiter gehen, bis ins Lächerliche. Und die es damit trotzdem bitter ernst nehmen.

Diesen gilt: zum Beweis der Führerschaft zum Beispiel auch als Grundbedingung, dass sich ein Führer . . . . nicht erkälten darf! Wer sich erkälten kann, der ist schon abgetan; denn das entspricht nach deren Meinung nicht einem idealen Führer. Ein Starker muss auf alle Fälle und in erster Linie mit seinem Geiste über diesen Kleinigkeiten ganz erhaben sein.

Das klingt vielleicht etwas gemacht und lächerlich, aber es ist nur Tatsachen entnommen, und bedeutet eine schwache Wiederholung des einstmaligen Rufes- „Bist Du Gottes Sohn, so hilf Dir selbst und steig herab vom Kreuze.“ - - Das schreit man heute schon, bevor ein derartiger Führer überhaupt in Sicht ist!

Arme, unwissende Menschen! Der, der seinen Körper so einseitig erzieht, dass er unter Gewalt des Geistes zeitweise unempfindlich wird, der ist mit Nichten ein hervorragender Großer. Die ihn bewundern, gleichen Kindern früherer Jahrhunderte, welche mit offenen Mäulchen und glän-zenden Augen den Verrenkungen herumziehender Spaßmacher folgten, wobei der brennende Wunsch in ihnen wach wurde, auch solches tun zu können.

Und wie die Kinder damals auf diesem ganz irdischen Gebiete, nicht weiter sind sehr viele so genannte Geistes- oder Gottsucher der Jetztzeit auf dem geistigen Gebiete!

Denken wir doch einmal weiter: Fahrendes Volk der alten Zeiten, von denen ich soeben sprach, entwickelten sich mehr und mehr, wurden zu Akrobaten in den Zirkussen, in den Varietés. Ihr Können wuchs ins Ungeheuerliche, und täglich sehen Tausende verwöhnter Menschen heute noch mit immer neuem Staunen und oft innerem Erschauern diese Darbie-tungen an.

Doch haben sie dabei für sich Gewinn davon? Was nehmen sie nach solchen Stunden mit? Trotzdem so mancher Akrobat bei seinen Darbietun-gen auch das Leben wagt? Nicht das Geringste; denn auch in der höchsten Vollendung werden alle diese Dinge immer nur im Rahmen der Varietes und Zirkusse verbleiben müssen.

Sie werden immer nur zur Unterhaltung dienen, doch nie zu einem Vorteil für die Menschheit führen.

Ein derartiges Akrobatentum auf geistigem Gebiete aber sucht man jetzt als Maßstab für den großen Führer!

Lasst solchen Menschen die geistigen Clowns! Sie werden bald genug erleben, wohin solches führt!

Sie wissen auch nicht, was sie eigentlich damit erstreben. Sie wähnen: Groß ist nur der, dessen Geist den Körper so beherrscht, dass dieser Krankheit nicht mehr kennt!

Jede derartige Ausbildung ist einseitig, und Einseitigkeit bringt nur Ungesundes, Krankes! Es wird mit diesen Dingen nicht der Geist gestärkt, sondern der Körper nur geschwächt! Das notwendige Gleichmaß für gesun-de Harmonie zwischen dem Körper und dem Geiste wird verschoben, und das Ende ist, dass sich zuletzt ein solcher Geist viel früher loslöst von dem malträtierten Körper, der für ihn nicht mehr die kraftvolle, gesunde Ressonanz gewähren kann für irdisches Erleben. Dieses aber fehlt dem Geiste dann, und er kommt unreif in das Jenseits. Er wird sein Erdensein noch einmal leben müssen. Es sind geistige Kunststückchen, nichts weiter, die auf Kosten des irdischen Körpers gehen, welcher dem Geiste in Wirklichkeit helfen soll. Der Körper gehört zu einer Epoche der Entwickelung des Geistes. Wird er aber schwach gemacht und unterdrückt, so kann er auch dem Geiste nicht viel nützen; denn seine Ausstrahlungen sind zu matt, um diesen Vollkraft in der Stofflichkeit zu bringen, die er nötig hat.

Will ein Mensch eine Krankheit unterdrücken, so muss er geistig den Druck einer Ekstase auf den Körper herbeiführen, ähnlich wie im Kleinen Furcht vor dem Zahnarzt die Schmerzen verdrängen kann.

Solch hohe Erregungszustände hält ein Körper ungefährdet wohl einmal, vielleicht auch mehrere Male aus, aber nicht für die Dauer, ohne ernsthaft Schaden zu leiden.

Und wenn das ein Führer macht oder rät, so ist er nicht wert, ein Führer zu sein; denn er verstößt damit gegen die natürlichen Gesetze in der Schöpfung. Der Erdenmensch soll seinen Körper als ein ihm anver-trautes Gut bewahren, und die gesunde Harmonie zwischen dem Geiste und dem Körper herbeizuführen suchen. Wird diese durch einseitige Unterdrückung gestört, so ist das kein Fortschritt, kein Aufstieg, sondern ein unbedingtes einschneidendes Hemmnis zur Erfüllung seiner Aufgabe auf Erden, wie überhaupt in der Stofflichkeit. Die Vollkraft des Geistes im Hinblick auf seine Wirkung in der Stofflichkeit geht dabei verloren, weil er dazu auf jeden Fall die Kraft eines nichtunterjochten, sondern mit dem Geiste harmonisierenden Erdenkärpers braucht!- Der, den man auf Grund solcher Dinge Meister nennt, ist weniger als Schüler, der die Aufgaben des Menschengeistes und dessen Entwickelungsnotwendigkeiten gar nicht kennt! Er ist sogar ein Schädling für den Geist.

Sie werden bald genug schmerzlich zu der Erkenntnis ihrer Torheit kommen.

Ein jeder falsche Führer aber wird bittere Erfahrung machen müssen! Sein Aufstieg in dem Jenseits kann erst dann beginnen, wenn auch der Letzte aller derer, die er durch Geisteständeleien aufgehalten hat, oder gar irre führte, zur Erkenntnis kam. Solange seine Bücher, seine Schriften hier auf Erden weiter wirken, wird er drüben festgehalten, auch wenn er unterdessen dort zu besserer Erkenntnis kam.

Wer zu okkulten Schulungen anrät, der gibt den Menschen Steine anstatt Brot, und zeigt. damit, daß er nicht einmal eine Ahnung von dem wirklichen Geschehen in dem Jenseits hat, noch weniger vom ganzen Weltgetriebe! - -

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