IDEALE MENSCHEN
Wir wollen aber besser sagen: idealseinwollende Menschen! Doch auch hier müssen vorher in erster Linie ganz sorgfältig ausgeschieden werden alle die, die sich wohl so nennen oder gern bezeichnen lassen, aber nicht einmal zu den idealseinwollenden gehören. Es sind dies die große Klasse der weichlich-schwärmerischen Menschen beiderlei Geschlechts, denen sich auch noch die fantasiebegabten Menschen anschließen, die nie erlernen konnten, ihre Gabe zu beherrschen und in nutzbringender Weise zu verwenden. Wegfallen müssen auch die, welche mit bestehenden Verhältnissen stets unzufrieden sind, und diese Unzufriedenheit darauf zurückführen, dass sie idealer veranlagt sind als alle anderen, deshalb nicht in ihre Zeit passen. Dann finden wir noch die Massen der so genannten „Unverstandenen“ beiderlei Geschlechts, wobei die größte Zahl von den Mädchen und Frauen gebildet wird. Diese Sorte Menschen bildet sich ein, unverstanden zu sein. Das heißt auf gut deutsch, sie leben dauernd in der Einbildung, einen Schatz von Werten in sich zu tragen, die der andere Teil, mit dem sie gerade verkehren, nicht zu erkennen fähig ist. In Wirklichkeit sind aber gar keine Schätze in diesen Seelen verborgen, sondern statt deren lediglich eine unversiegbare Quelle maßloser, nie zu stillender Wünsche.
Man kann ruhig alle so genannten unverstandenen Menschen einfach „unbrauchbare“ Menschen nennen, weil sie sich unbrauchbar für das richtige Gegenwartsleben zeigen und nur Unwirklichem, zum Teil sogar dem Unsoliden nachhängen. Immer aber dem, was nicht für ein gesundes Erdenleben passt. Der Weg solcher ewig unverstandenen Mädchen und Frauen geht aber leider sehr oft in ein solches Leben hinein, das man landläufig als „unsolid“ bezeichnet, als unsittlich, weil sie sich nur immer zu gern und zu leicht und auch zu oft „trösten“ lassen wollen, was eine gewisse Art der Männer natürlich weiß und skrupellos ausnützt. Gerade diese Unverstandenen werden aber auch immer in jeder Beziehung unzuverlässig sein und bleiben. Sie dünken sich ideal, sind aber vollkommen wertlos, so dass ein ernster Mensch, der nicht niedere Absichten hegt, ihnen am besten aus dem Wege geht. Hilfe zu bringen würde zwecklos sein. Es nähern sich ihnen auch fast immer nur „Tröster“ mit übler Absicht, wobei die Wechselwirkung sehr schnell sich auslöst; denn an (lern Herzen oder in den Armen eines so genannten Trösters wird sich ein unverstandenes Mädchen oder Frau nach wenigen Tagen oder Wochen schon wieder „unverstanden“ fühlen und Sehnsucht nach einem neuen Verstandenwerden haben, weil sie überhaupt nicht wissen, was sie eigentlich wollen. Zu allen diesen untauglichen Gruppen gesellt sich zuletzt auch noch die Gruppe der harmlosen Träumer! Anscheinend harmlos wie die Kinder. Die Harmlosigkeit eines solchen Träumers besteht aber nur im Hinblick auf die Wirkung gegen diesen selbst, auf dessen eigene Persönlichkeit. Nicht aber auf dessen Umgebung und alle die Menschen, mit denen er zusammenkommt. Für viele wirkt ein so harmloser Träumer durch die Unterhaltung schon direkt wie langsam fressendes Gift, zerstörend, zersetzend, weil er sie mit seinen Ideenentwicklungen aus dem normalen und damit gesunden Erdenleben herauszureißen fähig ist, um sie in das Reich des für die Erdenzeit Unangebrachten, Unwirklichen zu führen. Doch wohl gemerkt: Ich sage nicht, dass ein derartiger Träumer unrein oder gar schlecht sei, im Gegenteil. Er kann das Beste wollen, aber er wird es immer für die Erde unwirklich wollen, praktisch undurch-führbar, und dadurch wirkt er für das Erdensein nicht fördernd, sondern hemmend, zerstörend.
Aber auch bei den nun übriggebliebenen „idealstrebenden“ Menschen müssen wir nochmals eine Spaltung machen, genau beobachten. Wir finden dann immer noch zwei Sorten Idealen „nachstrebenden“ Menschen und idealstrebende Menschen. Die Idealen nachstrebenden Menschen sind meistens Schwächlinge, die sich stets nach etwas sehnen, was überhaupt nie zu erreichen ist. Wenigstens nicht auf Erden, und die deshalb auch niemals wirklich beglückt oder auch nur froh werden können. Sie stehen der Gruppe der „Unverstandenen“ sehr nahe, und fallen mit der Zeit in eine krankhafte Sentimentalität, die zu nichts Gutem führt. Haben wir aber dann derart scharf ausgeschieden, so müssen wir die zuletzt noch Übriggebliebenen bildlich gesagt tatsächlich auch am Tage mit der Laterne suchen, so wenig sind es. Diese Wenigen sind dann zwar selbst noch nicht „ideale Menschen“ zu nennen, sondern, wie ich schon sagte, „idealstre-bende“ Menschen. Idealstrebend als persönliche, sich auf Erden betä-tigende Eigenschaft betrachtet. Das sind dann erst die Menschen, die man voll bewerten kann. Die wohl ein großes, oft gewaltiges Ziel vor Augen haben, aber damit niemals zum Schweben kommen, sondern die sich mit beiden Füßen fest im Erdenleben verankern, um nicht losgelöst zu werden in das für die Erde Unwirkliche. Sie streben Stufe für Stufe, mit gesundem Blick und geschickter Hand dem weitausgelegten Ziele zu, ohne dabei anderen Menschen unverdient zu schaden. Der Nutzen, den solcher Art Menschen bringen, wird selten nur einzelnen Personen gelten. Eine Ausbeutung irgendwelcher Art kommt dabei nie in Betracht, da dann die Bezeichnung idealstrebend ja keine Berechtigung hätte. Und idealstrebend soll und kann jeder Mensch sein, gleichviel, welcher Betätigung er hier auf Erden nachgeht. Er kann jede Art der Arbeit damit veredeln und ihr weite Ziele geben. Er darf dabei nur nie vergessen, alles in dem Rahmen des Erdenlebens zu behalten. Geht er darüber hinaus, so wird es für die Erde unwirklich und damit ungesund. Die Folge ist, dass eine Förderung niemals zu erreichen ist, die Grundbedingung und Kennzeichen alles Idealstrebenden ist. Auf der Erde hat der Mensch die Pflicht, sich als Ziel das für ihn Höchsterreichbare zu stellen, und mit allen Kräften darnach zu streben, dieses Ziel zu erreichen. Als Mensch! Dies schließt von vornherein aus, dass er nur wie ein Tier für Essen und Trinken zu sorgen sich bemüht, wie es leider so viele Menschen machen, oder dass er durch den Verstand sich peitschen lässt, rein irdische Größe oder Berühmtheit zu erhalten, ohne als Hauptzweck Allgemeinwohl und Menschheitshebung dabei im Auge zu haben. Diese alle sind für die Erde weniger wert als Tiere, da ein Tier immer ungekünstelt das ganz ist, was es sein soll, auch wenn sein Zweck nur zum Wachhalten der Kreaturen dient, damit nicht hemmende Erschlaffung einsetzt, die Niedergang und den Zerfall zur Folge haben könnte, da die Bewegung in der Schöpfung Lebensbedingung bleibt. Wachsein! Der wirklich idealstrebende Mensch ist also daran zu erkennen, dass er Irdisch-Bestehendes zu heben sucht, nicht etwa in dem Verstandes-sinne zu einer Vergrößerung und Macht, sondern zu der Veredelung! Alle seine Ideen werden aber auch die Möglichkeit irdischer Durchführung besitzen, die Nutzen für den Einzelmenschen wie auch für die Allgemein-heit nach sich zieht, während nur idealseinwollende sich in Ideen wälzen, die in einem gesunden Erdenleben unmöglich praktisch zu verwerten sind, sondern nur ablenken davon, in eine Traumwelt ziehen, die den Schaden bringt, dass man die Ausnützung der Gegenwart zur Reife seines Geistes übersieht, die jeder Mensch in seinem Gegenwartserleben bilden und entwickeln soll.
So sind auch jene Menschen mit idealkommunistischen Gedanken ernst genommen Schädlinge der Menschheit, weil die Verwirklichung nur Ungesundes bringen müßte, trotzdem sie von sich aus Gutes wollen. Sie gleichen Baumeistern, welche an der Werkstätte sorgsam ein Haus zusam-menstellen für einen anderen Platz. Es sieht schmuck und schön aus ... in der Werkstatt. Auf den eigentlichen Bauplatz gebracht aber steht es schief und unsicher, so dass Niemand darin wohnen kann, weil der Boden uneben war und sich trotz größter Bemühungen und Anstrengungen nicht ausgleichen ließ. Damit zu rechnen hatten die Baumeister vergessen. Sie übersahen die richtige Einschätzung des Bestehenden, welches zu diesem Bau als bedingt und unabänderlich gegeben war! Das macht ein wirklich Idealstrebender nicht!
Die idealkommunistischen Ideen können in der Durchführung nicht aus dem Grunde heraus emporwachsen, ebenso wenig in ihm verankert werden oder überhaupt verbunden, da dieser Grund, die Menschen, gar nicht zu ihm passen! Er ist zu uneben und wird es immer bleiben, weil keine gleichmäßige Reife aller Menschen auf der Erde herbeizuführen ist. Es wird immer und immer ein großer Unterschied in der jeweiligen Reife herrschen, da die Einzelmenschen geistig vollkommen eigene Persönlich-keiten sind und bleiben, die sich verschiedenartig nur entwickeln können, da diesen Geistpersonen der freie Wille über sich selbst nie genommen werden soll! Der bisherige freie Wille nach außen hin ist der Menschheit mit der Weltenwende entzogen worden durch die Menschwerdung des Gotteswillens auf der Erde, der nunmehr ganz naturgemäß den Menschenvillen zu beherrschen hat, weil er darüber steht und stärker ist! Nur innerlich kann jeder Einzelne noch einmal über seinen Geistesweg entscheiden, der ihn zum Lichte der Erhaltung führt oder zum Dunkel der Zersetzung! Nun sucht die wirklich idealstrebenden Menschen auf der Erde zu erkennen, um ihre Tat zu fördern, da sie aufbauend nur Nutzen bringen werden. -
DU SIEHST DEN SPLITTER IN DEINES BRUDERS AUGE UND ACHTEST NICHT DES BALKENS IN DEINEM AUGE
Ein jeder glaubt diese einfachen Worte voll verstanden zu haben, und doch wird es Wenige geben, die seinen eigentlichen Sinn erkannten. Es ist einseitig und falsch, wenn dieses Wort so ausgelegt wird, als ob es nur gesagt sei, damit der Mensch Nachsicht mit seinem Nächsten lernt. Nachsicht mit seinem Nächsten kommt bei dem Erleben dieses Ausspruchs von ganz allein als Selbstverständlichkeit, doch erst in zweiter Linie. Wer so in den Worten Christi schürft, der schürft nicht tief genug und zeigt damit, dass er weit davon entfernt ist, die Worte des Gottessohns lebendig machen zu können. Oder dass er die Weisheit in seinen Aussprüchen von vornherein unterschätzt. Auch werden diese Worte in den Auslegungen vieler Prediger wie alles andere in die Weichlichkeit und Schlaffheit der Liebe eingereiht, welche die Kirche so gern als christliche Liebe hinzustellen versucht.
Der Mensch kann aber und soll diesen Ausspruch des Gottessohnes nur als Maßstab seiner eigenen Fehler anwenden. Schaut er mit offenen Augen um sich, und beobachtet er dabei auch gleichzeitig sich selbst, so wird er bald erkennen, dass gerade diejenigen Fehler, die ihn bei seinen Nebenmenschen am meisten stören, bei ihm selbst in ganz besonderem Grade und für Andere lästig ausgeprägt sind.
Um nun das richtige Beobachten zu lernen, achtet Ihr am besten zuerst einmal aufmerksam nur auf Eure Nebenmenschen. Es wird darunter wohl kaum Einen geben, der nicht an Anderen dies oder jenes auszusetzen hat, und sich auch offen oder versteckt darüber ausspricht. Sobald dies geschieht, so nehmt diesen Menschen, der sich über Anderer Fehler aufhält oder gar empört, daraufhin einmal genau unter Euere Beobachtung. Es wird nicht lange währen, bis Ihr zu Eurem Erstaunen entdeckt, dass gerade diese Fehler, die der Betreffende an den Anderen so scharf rügt, bei diesem selbst in weit höherem Ausmaße vorhanden sind!
Es ist dies eine Tatsache, die Euch im Anfang verblüffen wird, die aber stets sich zeigt, ohne Ausnahme. Bei Beurteilung von Menschen könnt Ihr dies in Zukunft ruhig als feststehend annehmen, ohne dabei befürchten zu müssen, dass Ihr irrt. Es bleibt bestehen, dass ein Mensch, der sich über diese oder jene Fehler eines Anderen aufregt, bestimmt gerade diese Fehler in weit größerer Stärke selbst in sich trägt.
Tretet einmal in Ruhe an solche Prüfungen heran. Ihr werdet es fertig bringen und die Wahrheit sofort erkennen, weil Ihr selbst nicht dabei beteiligt seid, und deshalb auch bei beiden Teilen nichts zu beschönigen versucht.
Nehmt einmal einen Menschen, der in sich die Ungezogenheit gepflegt hat, vorwiegend mürrisch und unhöflich zu sein, selten ein freundliches Gesicht zu zeigen, den man also gern meiden möchte. Gerade diese nehmen für sich in Anspruch, besonders freundlich behandelt werden zu wollen und kommen außer sich, Mädchen und Frauen sogar zum Weinen, wenn sie in berechtigter Weise einmal auch nur einem vorwurfsvollen Blick begegnen. Das wirkt auf einen ernsten Beobachter so unsagbar lächerlich-traurig, dass man vergisst, darüber empört zu sein.
Und so ist es in tausend und mehr verschiedenen Arten. Es wird Euch das Erlernen und Erkennen leicht. Seid Ihr dann aber so weit, so habt auch den Mut anzunehmen, dass Ihr selbst darin keine Ausnahme bildet, da Ihr den Beweis bei allen Anderen gefunden habt. Und damit werden Euch dann die Augen über Euch selbst endlich geöffnet. Das ist gleichbedeutend mit einem großen Schritt, vielleicht sogar dem größten zu Euerer Entwicklung! Ihr zerschneidet damit einen Knoten, der heute die gesamte Menschheit niederhält! Löst Euch und helft freudig dann auch Anderen in gleicher Art.
Das wollte der Gottessohn mit diesen einfachen Worten sagen. Solche Erziehungswerte gab er in seinen schlichten Sätzen. Die Menschen aber suchten nicht ehrlich darin. Sie wollten wie immer sich darüber erhebend nur nachsichtig auf Andere blicken lernen. Das schmeichelte ihrem widerlichen Hochmut. Die ganze Erbärmlichkeit ihres falschen Denkens kommt in den bisherigen Auslegungen überall zum Durchbruch. Das unverhüllte heuchlerische Pharisäertum. Es hat sich unverändert in das Christentum verpflanzt. Denn auch die sich suchend Nennenden nahmen und nehmen alles viel zu leichtfertig entgegen in ihrem üblichen Gewohn-heitswahne, dass sie wirklich mit dem Lesen auch den Sinn verstanden haben müssen, weil sie es sich also glauben machen, ganz nach ihrem jeweiligen Gutdünken. Das ist kein ehrlich Suchen. Deshalb können sie den eigentlichen Schatz nicht finden. Deshalb konnte es auch keinen Fortschritt geben. Das Wort blieb tot für die, die es in sich lebendig machen sollten, um Werte für sich daraus zu erlangen, die zur Höhe tragen.
Und jeder Satz, welchen der Gottessohn der Menschheit gab, birgt solche Werte, die man nur nicht fand, weil man sie niemals darin richtig sucht!
DER ANTICHRIST
Menschen! Wenn die Stunde kommt, in der nach göttlichem Willen die Reinigung und Trennung auf der Erde vor sich gehen muss, so achtet auf die Euch verheißenen, zum Teile überirdischen Zeichen am Himmel!
Lasst Euch dann nicht irre machen von den Menschen und auch Kirchen, die sich lange schon dem Antichrist ergaben. Traurig ist es, dass nicht einmal Kirchen bisher wussten, wo sie diesen Antichrist zu suchen hatten, der doch schon solange mitten unter allen Menschen wirkt. Ein wenig Wachsein, und sie mußten es erkennen! Wer kann denn anti-christlicher noch handeln als die, die Christus selbst damals bekämpften und auch zuletzt mordeten! Wer konnte schlimmer und auch deutlicher als Gegenchrist sich zeigen!
Es waren Träger und Vertreter der irdischen Religion, denen die wahrhaftige Gottlehre in und durch den Gottessohn nicht in ihren eigenen Aufbau passte. Die wahrhafte Gottesbotschaft konnte ja nicht dazu passen, da der Aufbau der geistlichen Erdenwürdenträger in erster Linie auf Erdeneinfluss, auf irdische Macht und Ausdehnung gerichtet war. Ganz klar bewiesen sie damit, dass sie die Diener menschlichen Verstandes waren, der allein auf Erdenwissen, Erdenmacht gerichtet ist und feindlich, hindernd gegen alles steht, was außerhalb des irdischen Erfassens liegt! Da Gott nun völlig außerhalb des irdischen Verstandeswissen bleibt, und auch das Geistige, so ist gerade der Verstand das einzig wirklich Hindernde dafür! Er ist in seiner Art deshalb auch Gegner alles Göttlichen und alles Geistigen! Und deshalb folgerichtig mit ihm alle Menschen, die ihren Verstand als Oberstes und Höchstes anerkennen, nur auf ihn zu bauen suchen!
Die damaligen Träger der Religion fürchteten, unter dem Volke Einfluss zu verlieren durch die Aufklärung des Gottessohnes. Das war, wie heute alle wissen, der vorwiegende Grund zu den Verleumdungen, welche sie gegen Christus auszustreuen suchten, und zuletzt auch zur Hinrichtung des Gottessohnes. Sie schlugen den als Gotteslästerer ans Kreuz, der von demselben Gott direkt zur Aufklärung gesandt wurde, für dessen Diener sie sich ausgaben!
So wenig kannten sie in Wirklichkeit den Gott und dessen Willen, dem zu dienen sie die Menschen glauben machen wollten, zu dessen Ehre, dessen irdischer Verteidigung sie diesen Gottessohn, den Gottgesandten aber .... mordeten!
Es zeigte sich als unheilvolle Folge davon, dass sie Sklaven ihres Erdverstandes waren, welcher nur um seinen Einfluss damit kämpfte. Sie gaben sich als Henkerswerkzeuge des Antichristen hin, dem sie still in sich einen Thron errichtet hatten. Denn darin fanden sie Befriedigung menschlicher Schwächen, wie des Dünkels, Hochmuts, ihrer Eitelkeit.
Wer klareren Beweis erwartet, dem kann nicht geholfen sein; denn etwas Gegnerischeres gegen Christus, den Gottessohn, und dessen Worte gibt es nicht! Und Antichrist bedeutet ja den Kämpfer gegen Christus, gegen Menscherlösung in der Gottesbotschaft. Der irdische Verstand trieb sie dazu! Gerade dieser ist als giftiges Gewächs Luzifers ihm ein Werkzeug, das der Menschheit am gefährlichsten geworden ist! Deshalb ist einst das unverhältnismäßige Zugroßziehen des menschlichen Verstandes zur Erbsünde gewachsen für den Menschen! Dahinter aber steht Luzifer selbst als Antichrist in eigener Person! Er ist es, der sein Haupt erheben konnte durch die Menschen! Er, der einzige wirklich Gottfeindliche! Er hat sich den Namen Antichrist durch den feindlichen Kampf gegen des Gottes-sohnes Mission erworben. Kein Anderer hätte die Kraft und Macht dazu gehabt, zum Antichrist zu werden.
Und Luzifer bedient sich auf der Erde in seinem Kampf gegen den Gotteswillen nicht nur eines Menschen, sondern ziemlich der gesamten Menschheit, welche er damit auch dem Verderben unter der Auswirkung des göttlichen Zornes zuführt! Wer das nicht fassen kann, das Selbst-verständlichste, dass nur Luzifer selbst der Antichrist sein konnte, der es wagt, sich wider Gott zu stellen, dem wird nie etwas zu verstehen möglich werden von allem dem, was außerhalb der Grobstofflichkeit, also des rein Irdischen sich abspielt. Ein Solcher muss sich heute schon verloren geben.
Und wie es damals war, so ist es heute noch! Sogar weit schlimmer. Auch heute werden viele Religionsvertreter ganz erbittert kämpfen wollen, um die bisher durchgeführten irdischen Verstandesregeln in den Tempeln und den Kirchen zu erhalten.
Gerade dieser alles edlere Empfinden einengende menschliche Ver-stand ist mit das raffinierteste der Zuchtgewächse Luzifers, was er unter die Menschheit streuen konnte. Alle Sklaven des Verstandes aber sind in Wahrheit Diener Luzifers, die Mitschuld tragen an dem ungeheueren Zu-sammenbruch, der nun dadurch über die Menschheit kommen muss!
Weil nun kein Mensch den Antichristen unter dem Verstande suchte, war seine unheimliche Ausbreitung nur umso leichter! Luzifer trium-phierte; denn damit schloss er die Menschheit ab von jeglichem Begreifen alles dessen, was außerhalb der Grobstofflichkeit liegt. Vom eigentlichen Leben! Von der Stelle, an welcher erst die Fühlung einsetzt mit dem Geistigen, das in die Nähe Gottes führt!
Er setzte damit seinen Fuß auf diese Erde als der Herr der Erde und des Hauptteiles der Menschheit!
Da war es auch nicht zu verwundern, dass er bis zu den Altären dringen konnte und irdische Religionsvertreter auch christlicher Kirchen ihm zum Opfer fallen mußten. Auch sie erwarten ja den Antichrist erst vor dem angekündigten Gericht. Die große Offenbarung in der Bibel blieb darin wie vieles andere bisher noch unverstanden.
Die Offenbarung sagt, dass dieser Antichrist vor dem Gericht sein Haupt erheben wird! Doch nicht, dass er erst kommt! Wenn darin ausgedrückt wurde, dass er sein Haupt erhebt, so zeigt es doch, dass er schon da sein muss, nicht aber, dass er erst noch kommt. Er wird den Gipfel seiner Herrschaft haben, kurz vor dem Gericht, das soll damit gesagt sein!
Ihr, die Ihr noch nicht geistig taub und blind geworden seid, hört diesen Warnungsruf! Gebt Euch die Mühe, selbst einmal ganz ernsthaft nachzudenken; denn das wird von Euch nunmehr verlangt! Bleibt ihr darin noch weiterhin bequem, gebt Ihr Euch selbst verloren.
Wenn man vom Lager einer Giftschlange den sie deckenden Schutz abhebt und sie sich dadurch plötzlich bloßgelegt erkennt, so wird sie selbstverständlich gegen diese rücksichtslose Hand zu springen suchen, um zu beißen.
Nicht anders hier. Der sich entdeckt sehende Antichrist wird schnell durch seine Diener widersprechen, bei der Entlarvung schreien und alles mögliche versuchen, sich auf dem Throne zu erhalten, den ihm die Menschheit willig bot. Das alles kann er aber auch nur durch die, die ihn in sich verehren. Deshalb achtet nunmehr scharf auf Euere Umgebung, wenn der Kampf beginnt! Gerade an dem Schreien werdet Ihr sie um so sicherer erkennen, jeden, der zu ihm gehört! Denn diese werden wieder wie schon einstens wandeln in der Furcht vor einer reinen Wahrheit, in der Gegnerschaft!
Der Antichrist wird wieder suchen, seinen Einfluss auf der Erde krampfhaft festzuhalten. Achtet auf seine Unsachlichkeit in der Abwehr und im Angriffe; denn wieder wird er nur verleumderisch, verdächtigend arbeiten, weil seine Anhänger nichts anderes zu tun vermögen. Vor die Wahrheit hinzutreten und diese zu widerlegen, ist nicht möglich.
So werden Diener Luzifers diesmal den Gottgesandten als den Antichrist bezeichnen wollen, als Gotteslästerer genau wie einst den Gottessohn! Und doch muss jeder darin nur schwache Verteidigung erkennen, die jeder Folgerichtigkeit entbehrt. Wie kann man den als Antichrist bezeichnen, welcher Luzifer bloßstellt, und dessen Machen-schaften an die Oberfläche zwingt. Das ist nur eine neue Form dafür, dass man den Gottessohn als Gotteslästerer hinstellte, nur weil seine Erklärung nicht mit den Menschenansichten sich deckten. Wo ein derartiger Versuch geschieht, dort werdet aufmerksam; denn damit wollen solche Menschen Luzifer nur schützen, um seine Herrschaft auf der Erde aufrecht zu erhalten. Dort ist ein Herd des Dunkels, auch wenn die Menschen äußerlich ein helles, irdisches Gewand zu tragen pflegen, auch wenn sie Diener einer Kirche sind.
Vergesst nicht das Geschehen zu der Erdenzeit des Gottessohnes, sondern bedenkt, dass heute noch derselbe Antichrist mit noch viel größerem Menschenanhang sich müht, die Erdenherrschaft zu behalten, der Vernichtung zu entgehen, und weiterhin den wahren Gotteswillen zu verdunkeln.
Achtet deshalb aufmerksam auf alle Zeichen, die verheißen sind! Es gilt für jeden Einzelnen letzte Entscheidung. Rettung oder das Verderben! Denn diesmal ist es Gottes Wille, dass verloren gehe, was sich nochmals gegen ihn und seinen Boten aufzulehnen wagt!
Jede Nachlässigkeit darin wird Euch nun zum Gericht! - Nicht über einer Kirche werden Gotteszeichen stehen, nicht ein geistlicher Erdenwürdenträger wird den Ausweis tragen, dass er Gottgesandter ist! Sondern nur der, der mit den Zeichen untrennbar verbunden ist, sie deshalb auch lebendig leuchtend mit sich trägt wie einst der Gottessohn, als er auf dieser Erde weilte. Es ist das Kreuz der Wahrheit, lebend leuchtend in ihm, und die Taube über ihm! Sichtbar werdend allen denen, die dazu begnadet sind, Geistiges zu erschauen, um das Zeugnis davon abzulegen allen Menschen auf der Erde; denn es werden ihrer unter allen Völkern sein, die diesmal „sehen“ dürfen, als letzte Gnade Gottes! - - -
Nie lassen sich diese hohen Zeichen der heiligen Wahrheit vortäu-schen. Das bringt auch Luzifer nicht fertig, der davor fliehen muss, noch weniger ein Mensch. Wer sich deshalb noch gegen diesen Ausweis Gottes stellen will, der stellt sich nunmehr gegen Gott als Gottesfeind. Er zeugt damit, dass er nicht Gottesdiener ist noch war, gleichviel, was er bisher auf Erden vorgegeben hat zu sein. Er ist ein Diener Luzifers, des Antichristen, als Sklave des Verstandes, der mit diesem nun durch Gottes Willen dem Gericht verfällt!
Wahrt Euch, dass nicht auch Ihr dazu gehört!