Abschnitt 7,

AUSBLICK IN DIE ZUKUNFT,

Als ich ein Kind noch war, geborgen rein am heiligen Herd der Heimat, vor meinen Augen rosig alle Welt im Sonnenschein, kannte mein Ich nicht Schmerz und Leid des Körpers und der Seele. Ein Meer von Licht und Glück umgab mein Sein!

Als ich ein Knabe ward, war all mein Sinnen je und je nur ein Gedanke, gepaart mit Angst und Furcht, daß eines Tages Mutter früher oder später sterben und mich allein mit Vater lassen würde; gleich einem Alp lag diese Last auf meinem Herzen! Schon diese Möglichkeit erstarrte all mein Hoffen, meine Freude, die mir das Leben schenkte, als Mutter lebte. Zu groß war die Verschiedenheit und Kluft der Charaktere von mir und Vater, als daß die via media (l1) im Sein des Alltags Glück, Frieden, Harmonie geboten hätte. Des Schicksals Walten hat es gut mit mir gemeint: Vater verschied vor meiner Mutter Himmelfahrt.

Als ich zum Jüngling reifte, war es der Mutter Liebe und Allmacht, die mich feite vor dem Schmutz der Welt. Die Kraft des Fürgebetes ihres Wesenskernes war stark genug, selbst Raum und Zeit zu überspannen, auf unsichtbaren Bahnen zog zu mir ihr Wünschen und ihr Hoffen in weite Ferne. Tief in der Brust empfand ich ihren Strahl, der mir von Kindesbeinen an den Glauben an die Allmacht ins Herze senkte, der sich in ihm für immerdar verankerte, bis er zur Überzeugung für das Licht der Wahrheit wurde.

Als beide Eltern dann das Zeitliche gesegnet hatten, und das, was irdisch war, hoch auf der Höhe Meißens im Sachsenland in kühler Erde ruhte, im Schatten einer Traueresche, umrankt von Epheu, all irdischer Besitz geschwunden war im Strom der Zeit, der Kampf nur birgt und Kampf bedingt um Sein und irdisch Gut, um Glück und Frieden, um des Gewißens reines Ruhekissen um Freiheit der Gedanken, um höchsten Dienst für Gott, galt all mein Sehnen einer Zweisamkeit mit einer edlen Jungfrau im Lenz des Lebens, einer Ehe, die schon im Himmel sich gefügt, mit ihr gemeinsam alles Sein zu meistern nach heiligem Natur- und Gottgesetz.

Als ich ein Vater wurde, aus Zweiklang sich ein Dreiklang formte, ein fremder Erdengast, doch geistverwandt nach dem Gesetz der Gleichart, die Tage unserer Zweisamkeit besonnte, und uns ein still Familienglück erfreute klopfte ein hohes Walten an des Geistes Kern, gemahnend, daß Glück und Ruhe wohl Gefahren bergen, daß Rasten Rosten ist nach dem Gesetze der Bewegung, welches im Kosmos streng und ehern, selbsttätig, unantastbar wirkt.

Am heiligen Altar des Heims begannen Not und Sorge nun zu nagen, wie Schleichgift, das die Lebensfreude lähmt, das schwer zu bannen ist, weil es im Trüben fischt, unheimlich ist. Mein Haar erbleichte, des Lebens volle Härte spürend, das Leid nahm zu, neue Verluste irdischer Güter, Krankheit zog ein ins Haus und unser Dreiklang selbst ward einige Zeit irdisch getrennt.

Da fügte sich ein neuer Ring dem alten in des Schicksals Ablauf, das Licht griff ein, was einst der Geist gelobt auf hoher Ebene in fernen Lichtregionen, heischte Erfüllung nun durch Tat - DER HERR WAR DA, der das Gelöbnis einst entgegen nahm auf Patmos.

Es fand mein Geist auf vielen erdverschlungenen Pfaden den Herrn der Welt. Im Dunkel irdischer Finsternis, im Chaos hoher Meinungswogen, im Kampf des Guten mit dem Bösen wies mir des Lichtes Führung das Ziel des Menschensohnes Imanuel, der selbst das Gotteswort erfüllt:

„Harret sein, den Ich erkor…… Euch zur Hilfe!“ (12)

Ein völlig neues Leben nun begann. Ein völlig Neues hatte es durch-drungen, die Saat vor langem schon gelegt, ging auf. Im Evangelium des Grals erkannte nun mein Ego das Licht der Wahrheit, das Abdruschin noch einmal allen Menschen brachte vor dem Gericht, das sich „das Jüngste“ nannte.

Wie Schuppen fiel es von den geist’gen Augen. Das Dogma wankte, die Welt begann im Urglanz ihres Lichtes neu zu leuchten, klar wurden all die Gottgesetze, die nur zum Besten eines Menschen schaffen, wenn dieser sie als Hilfe für sich wertet befolgt, sie lebt. Der Lenz des einst verheißenen „Reiches der Tausend Jahre“ brach strahlend in der Welten Dämmerung an, das Morgenrot des „Neuen Tages“ verkündete das Hochamt des Messiaskönigs,

sein Ruf erreichte mich, ich löste mein Gelöbnis ein mit nur zwei Wörtlein von bedeutungsvoller Schwere:

„Ich dien’!“

Es währte sieben Jahre, daß ich des Grales Hohe Feiern auf Vomperberg, dem Berg des Heils, erleben durfte, die er, der Priesterkönig, selber hielt. Es ist unmöglich, hier nur zu versuchen, das Amt Imanuels in Menschenworten zu beschreiben. Es war ein Geisterleben, das nur in wahrer Gottanbetung zu erleben möglich war.

Dann kam an eines Frühherbstes grauem Tage mein letzter Blick auf ihn, die letzte Strahlung seines Wesenskernes auf mein Ich. Der Vorhang fiel. Barbarentum entweihte die Gottesstätte hier auf Erden, Imanuel schmachtete im Kerker und mit ihm manche seiner Freunde, bis eines Jüngers Liebe ihm ein letztes Erdheim bot. (l3)

Dort ließ sein Gotteskern sein irdisch Kleid zurück. Der Herr stieg auf in ferne Welten, wo ihm ein neuer Ring der Treue Verankerung bot, fester gefüget denn auf Erden.

Lichthilfe gab den Hohen Damen den Heil’gen Berg zurück. Des Lichtes Rose und die Reine Lilie gelobten, das Werk des Herrn im Stoffe zu vollenden, der Ritter Löwe trat an ihre Seite und damit offiziell in seine Sendung.

Der Hort Imanuels - des Grales Siedlung - erstand erneut, befreit ward er von allen Kriegesspuren, aus vielen Landen und übers Meer nahten sich Wahrheitssucher, welche im „Kreuz der Wahrheit“ ihre Rettung fanden und nun von Irmingard das Siegel auf die Stirn erhielten, sie reihend in den angelobten Kreis. Marias Gotteskern spendete das Heilige Mahl im Namen Gottes.

Der Erdenleib des Herrn kam aus der heimischen Erde Bischofswerdas nach Vomperberg zurück. Die Pyramide stand bereit, die strahlende Hülle in sich aufzunehmen. Unter Gralsglockenläuten wurde sie beigesetzt. Ein Lichtgeschehen Schloß sich so im Ring, das alle Ebenen der Welt erfüllte.

Das Alte war vergangen, die neue Zeit brach an!

Welch Menschheitsschicksal birgt sie in dem Schoße? Was bringt die Zukunft?

Stumm bangend hält die Welt den Atem an. Das Wesenhafte und Getier duckt sich im Gottesstrahl des Zornes, den Willen des allmächtigen spürend - doch nur der Mensch spürt nichts!

Im Größenwahn des eigenen Könnens, nur Waffen der Vernichtung schmiedend, rast er ins sichere Verderben - richtet sich selbst !









Hiermit schließt mein in sieben Abschnitte

gegliedertes „Gralserleben“

beendet in den Tagen um

die Feier des Strahlenden Sternes

Anno Domini 1949

auf Vomperberg, dem Berge des Heils.

MEIN BEKENNTNIS ZUM MENSCHENSOHN.

Februar 1949.

Die Zeit dünkt mich reif, nach langer Schreibpause abermals den Griffel zu ergreifen, um mein Bekenntnis zu dem Menschensohn niederzu-schreiben.

Ich tue dies, gedrängt von einer Kraft aus der Höhe, deren Quell nur in Einem wurzeln kann, welcher der Ausgangspunkt allen Lebens ist - im Göttlichen und Urgeistigen, im Geistigen und Wesenhaften, so auch im Stoff und in dem, das Menschenantlitz trägt. Dieser Eine ist es, dem ich angehöre, seitdem mein Ego zum Bewußtsein erstanden, und dem auch dieses Bekenntnis gilt, dem Menschensohn, von dem ein Berufener des Gottgesandten zeugte:

„Am 29. Dezember 1929 inmitten einer traumhaft schönen Winterlandschaft auf dem Heiligen Berge erfolgte die Verkündung des Menschensohnes. Es war damit eine ergreifende Feier verbunden. Das die Teilnehmer überflutende Licht ließ alles in reinster Empfindung schwin-gen, es kann darüber nicht gesprochen werden.

Die Verkündung erfolgte mit seinem Namen:

„ICH BINS DER MENSCHENSOHN“

Es ist der, von dem an anderer Stelle bezeuget stehet:

„IMANUEL ABDRUSCHIN PARZIVAL, - OSKAR ERNST BERNHARDT, - achzehnter April eintausendachthundertfünfundsiebzig,

DER KOMMENDE.“ (14)

Mein Bekenntnis zu ihm erfolgt nicht nur für die, denen gleich mir die hohe Gnade geworden, den Hocherhabenen von Angesicht zu Angesicht auf dieser Ebene in dieser Zeit gekannt zu haben und für all die Millionen, die ihm Zeitgenossen sein durften, vielmehr auch für noch Ungeborene, die erst zukünftig diese Erde bevölkern und in seiner Botschaft vom Heiligen Gral das Wesen seiner Persönlichkeit erkennen werden die durch ihr Lesen und Schürfen in der Gralslehre, die alles Schöpfungswissen umfaßt und offenbart, oder nur durch von ihr Hören bei geöffnetem Geiste und reinstem Wollen nachzuempfinden vermögen, was ich und meinesgleichen einst als „lebendiges Geschehen“ zu erleben den Vorzug hatten.

Die Zeit dünkt mich reif zu einem starken, mir vollbewußten Bekenntnis zu dem Menschensohn, der mit dem Schöpfungswort „Es werde Licht!“ das Dunkel erhellte, das vor Jahrmillionen, unfaßbar menschlichem Verstande, noch raum- und zeitlos war.

Die Zeit dünkt mich reif zu einem unwankbaren Bekenntnis zu dem Menschensohn, der von dem Zeitalter der Fische die Brücke zu dem des Wassermannes spannte, der durch sein „Sein " im Stoffe - biblisch gesprochen - die Schafe von den Böcken trennte, und so der Menschheit von Ephesus das Gottgericht brachte, Jüngstes Gericht, die Weltenwende.

Reif dünkt mich die Zeit zu dem Bekenntnis zu dem Menschensohn, in welcher die Menschheit am Kreuzweg ihres Schicksals steht – „Quo vadis humanitas?“ - in welcher die Atombombe Trumpf bedeutet - das Grauen biologischer Kriegsführung eines dritten Weltkrieges unheilschwanger droht - Menschenhirn, verkrampft zur Unkenntlichkeit, der Gestirne Strahlen als kreaturenvernichtende Waffen nützt und Naturkatastrophen oft unerklärlicher Art das Gefüge unseres Planeten erschüttern, so, wie es bisher noch niemals war.

Reif ist die Zeit, von welcher der Erhabene nicht nur prophetischen Blickes, vielmehr „wissend“ kündete:

„Die Stunde ist nicht fern, in der nunmehr ein Kampf beginnen muß, der bisher fehlte. Die Einseitigkeit hört auf, es folgt ein scharfes Gegenübertreten, das jede falsche Anmaßung zerstört“. (l5)

Sieht dies nicht Jeder, der Augen hat zu sehen und Ohren zu hören schon in jeglichem irdischen Geschehen, betreffe es Politik oder Technik, Wissenschaft oder Handel, ja, jedes nur Allzumenschliche jedweden Alltags, sei es in Rasse oder Volk, in Gemeinschaft oder Stamm, selbst im Rahmen der Familie oder beim Einzelmenschen! Empfindet nicht einer, der sich die innere Sicht erhalten durfte und noch seiner Führung zu lauschen vermag, wie sich im Kosmos noch Furchtbareres bereitet, damit endlich durch Gottes Willen Menschenverstand von seinem sich selbst bereiteten Hochsitze stürze.

Enttäuschender, schrecklicher und niederschmetternder aber als all Genanntes ist die Erfüllung noch einer anderen Vorausschau des Menschensohnes, die ihm die höchste Stufe seines Leidensweges bis zum Golgatha wurde und die schon in der letzten Phase seines Berglebens begann, immer mehr sich türmte, und ihren Trumpf auszuspielen droht dadurch, daß Verrat auch an dem Geisterbe des Menschensohnes geübt ward, worüber am Schluß dieses Bekenntnisses noch ausführlicher gesprochen sei.

Mit folgenden Worten beschreibt der Herr selbst dieses namenlos erlittene Weh in seinem Vortrag „Der Fremdling“:

„Mit Trauer sah dieser auf der Erde die Verheerung unter der Schar der Berufenen. Das war eine der bittersten Erfahrungen für ihn! Soviel er auch gelernt hatte, soviel er durch die Menschen selbst erlitt …. vor dieser letzten Tatsache stand er verständnislos!“

Und weiter lautet es:

„Verräter, falsche Zeugen und Verleumder kamen aus der Schar Berufener. Immer mehr Gewürm des Dunkels wagte sich heran, da es sich sicher wähnte, weil der Fremdling auf der Erde in Erfüllung vor dem Schmutze schwieg, wie ihm geboten war, und wie auch einst der Gottessohn nicht anders tat vor der johlenden Menge, die ihn als Verbrecher an das Kreuz gefestigt haben wollte“.

Doch genug mit dem so unsäglich Betrüblichen! Mögen die Missetäter ernten, was sie sich säten!

Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen!

Nachstehende Ausführungen sollen für Zeit und Ewigkeit „Mein Bekenntnis“ zu ihm, dem Menschensohn, bezeugen:

Mein erster Kontakt mit dem inkarnierten Menschensohn erfolgte auf feinstoffliche Weise.

Nichts kann dieses In-Verbindung-Kommen mit treffenderen Menschenworten schildern als die einer hochbegnadeten Seherin auf Vomperberg die im Land der Pharaonen einst Fürstin Aloe gewesen und zur Zeit des Heilandes in Judäischen Gefilden Maria von Magdala, genannt Maria Magdalena, war.

In ihrer Niederschrift betitelt „Zeugen des Lichtgeschehens“ im ersten Bande von „Verwehte Zeit erwacht!“ (16) stehet geschrieben:

„Groß und gewaltig war das Erfüllen für die Welt, das nun begann. Aller Augen, aller Ohren richteten sich nach dem Berge, (27) horchten auf bei dem Klange des Namens, den die Welt vergessen hatte.

Der Name hieß: ABDRUSCHIN (38),

Als dieser Name zum ersten Mal mein irdisches Ohr in diesem Sein traf, schlug sein Klang wie ein Klöppel an eine goldene Glocke, deren Widerhall gleich einem Echo aus der Ewigkeit deuchte, Erinnerung lösend aus vergangener Zeit, mein Gedächtnis durchstrahlen lassend wie mit Blitzeszucken an eine bessere geistige Welt. (49)

Seitdem war dieser Name, vielmehr DER, der ihn trug, der unter ihm die Botschaft des Heiligen Grales „Im Lichte der Wahrheit“ geschrieben bis heute der Leitstern meines Lebens.

Und groß und gewaltig ward auch für mich nun die folgende Zeit!

Bald wurde mir im Innersten bewußt, daß er und der Name eins waren, daß es anders gar nicht zu sein vermochte, in selbiger Art, als auch OSKAR ERNST BERNHARDT und ABDRUSCHIN, wie er selbst bekundet hat, (510) ein und dieselbe Person waren.

Eine weitere Erkenntnis, die in mir tagte, war, daß ER und auch SEIN WORT nur eins sein konnten, ja sein mußten. Und mein Herz jauchzte, als ich dies Ahnen später dann auch bestätigt fand, nachdem der Herr seinen Vortrag „Wer nun mein Wort nicht kennen will um eines anderen willen, den werde ich nicht kennen in der Stunde seiner Not!“ geschrieben hatte und ich in diesem die Offenbarung des Weltenlehrers fand.

„Ich und das Wort sind eins! Wer also mein Wort kennt, der kennt auch mich. Ein körperliches Sehen ist dabei nicht notwendig; denn er hat dadurch geistige Verbindungen mit mir erhalten, gleichviel, ob ihm das bewußt ist oder nicht. Der Mensch, der mein Wort aufgenommen hat, hat damit auch mich aufgenommen, ist mit mir verbunden“. (111)

Doch nicht genug hiermit! Weiter drängten Wißbegier und das Suchen nach Wahrheit und den „letzten Dingen“, das Schürfen nach dem Quell, dem Born des Lebens der der Menschensohn ist, den nimmer rastenden Geist. Welches tiefe Geheimnis umwob doch noch immer das gewaltige „Schöpfungswort: Es werde Licht!“ Wer hatte es gesprochen? Von wem war es ausgegangen am Anfang der Äonen, das ganze Welten schuf? Wohl hatte sich auch hierum, wie um so vieles, ein starres Dogma gewoben, die Geister einlullend in tödlichen Schlaf und damit den Verstand auf gleißenden Thron setzend solange, als bis ein Strahl aus dem Licht die Finsternis erhellte , die Wahrheit offenbarte um dieses Wort. Und da es aus dem Lichte kam, so kam es von Gott, denn Licht ist nur Gott selbst.

So kündet der Menschensohn:

„Gott sprach also nicht nur die Worte „Es werde Licht!“ nach mensch-lichen Begriffen aus, sondern es war gleichzeitig ein Vorgang der Tat! Es war das große Geschehen des aus dem Göttlichen Hinausgesendet Hinausgeborenwerdens eines Teiles von Imanuel! Das Hinausstellen eines Lichtteiles vom Urlichte damit es außerhalb der unmittelbaren Gottesstrahlung selbsttätig leuchte und erhelle. Der Beginn des großen Schöpfungswerdens war nichts anderes als die gleichzeitig einsetzende Folge der Aussendung Imanuels“.

Imanuel ist also Ursache und Ausgangspol der Schöpfung durch sein Ausgesendetwerden aus dem lebenden Lichte selbst. Er ist der Gotteswille, der das Wort „Es werde Licht!“ lebendig in sich trägt, der es selbst ist. Der Gotteswille-, das lebende Kreuz der Schöpfung sich gestalten konnte, mußte. Deshalb ist er auch durch die Wahrheit, sowie das Gesetz der Schöpfung, die durch ihn aus ihm sich bilden durfte!

„Er ist die Brücke aus dem Göttlichen heraus, der Weg zur Wahrheit und zum Leben, die schöpferische Quelle und die Kraft, die aus Gott kommt“. (112)

„Damit wurde er zu dem ausgeborenen Sohne Gottes, in dessen Ausstrahlung die reingeistige Welt zum Sichbewußtwerden erstehen konnte. Also der Sohn, in dessen Strahlung die Menschheit der Urschöpfung sich entwickelte, woraus der Beiname „Der Menschensohn“ den Ursprung hat. Der Sohn, der in Vertretung Gottes unmittelbar über den Menschengeistern steht, da diese erst durch ihn sich zum Bewußtwerden entwickeln konnten.

„Bei dem Mysterium der Abtrennung und Aussendung eines Teiles aus Imanuel blieb dieser in der Gralsburg der göttlichen Region, aus dem Gesetz heraus, seiner Herkunft entsprechend als König des Heiligen Grales, öffnete das Tor nach außen und bildete damit die Brücke zu dem Durchgang für das Geistige.

Er war persönlich nicht mit außerhalb der Grenze. Nur seine Strahlungen gingen von dieser Grenze aus hinaus in den bis dahin noch lichtleeren Raum“.

„Durch das Verbundenwerden mit Reingeistigem dann später, zur Zeit, da dieses sich bewußt geworden war, erstand in dem Reingeistigen selbst Parzival, als aus Imanuel kommend durch ein Band, genauer noch gesagt, durch eine unreißbare Strahlung immer mit Imanuel verbunden seiend. In solcher Art kann sich der Mensch dieses Verbundensein vorstellen. Es sind zwei und doch im Wirken eins! Imanuel im göttlichen Teile der Gralsburg an der äußersten Grenze der göttlichen Region, noch innerhalb dieser stehend und nur die Brücke bildend, die zum Reingeistigen durch Ihn, ja in ihm selbst gehalten bleibt und Parzival im reingeistigen Teile der Gralsburg, das mit Bewußtwerden des Geistigen und dem damit verbundenen Sichformen aller Landschaften und Bauten erstand. Beide Personen untrennbar verbunden und als eine Person wirkend, damit auch eins seiend!“ – (213)

Da nun die Nachschöpfung durch die langsam sich entwickelnden Menschengeister und deren Fall durch einseitig gezüchteten Verstand verdüstert wurde, musste eingegriffen werden. Um alles von der Menschheit Gefehlte hilfreich wieder richtigzustellen, wurde Parzival mit der Grobstofflichkeit verbunden in Abdruschin. Abdruschin war also Parzival und deshalb auch Imanuel durch die weitergeführte unmittelbare Strahlungsverbindung die durchzuführen große Vorbereitungen und Mühe kostete. Durch dessen Sein auf Erden (das erste Mal in Ägyptenland, das zweite Mal auf Vomperberg, Tirol) konnte der Nachschöpfung wieder entsprechende Lichtkraft gegeben werden zur Klärung, Stärkung und Hilfe allem Geistigen, und durch dieses weitergehend der ganzen Nachschöpfung“.- (114)

Dies ist das Mysterium um die Dreieinheit des Lichtwirkens: Imanuel-Parzival-Abdruschin, von dem der Menschensohn kündet, daß dies Dinge betrifft, " die weit über dem Begreifenkönnen eines Menschengeistes liegen, die weltenferne von ihm sich erfüllen, rollend auf ehernen Bahnen göttlicher Gerechtigkeit und göttlicher Vollkommenheit“. (215)

Geistig ward hierüber am neunzehnten Juli 1931 gekündet:

„Die göttliche Lichtkraft dringet ein in alle Reiche und durchdringet jetzt die Erde. Mit einem donnernden Schlage wird sich die Stunde melden. Ein scharfer Blitzstrahl fahret ins Irdische. Ein leuchtender Blitz verbindet die gewaltigen Geschehen zwischen Abdruschin und Imanuel“.

Am zweiten August 1931: " Feurige Kämpfe entstehen am Himmel. Imanuel sendet den Blitz zur Erde“.

Am dritten August 1931 fuhr um vier Uhr nachmittags aus heiterem Himmel ein eigentümlicher weißleuchtender Blitz zur Erde, als sichtbares Zeichen des im Geistigen zündenden Blitzes. Darüber wurde gekündet:

„Dieses ist ein weißer Blitz, der nichts gemein hat mit der gewöhnlichen Elektrizität“.

Am fünften August kam der zweite Blitz. Es war das zweite Wort, das in den Himmel geschrieben war durch den zündenden Blitz. Es stand unter dem Zeichen Imanuel und heißt:

„Der Vollendung entgegen durch das Schwert“.

Am siebenten August früh einhalb acht Uhr fuhr ein furchtbarer violetter Strahl vom Himmel, dem ein starker Schlag folgte. Der Blitz war in den Raum gefahren, in dem der Gottgesandte arbeitete, ihn von allen Seiten mit feurigem Schein umgebend. Und eine Stimme ertönte:

„Es ist vollbracht!“

Imanuel hielt in seiner Hand den Blitz. So war das göttliche Licht eingezogen in den Erdenkörper des Gottgesandten, bringend das Endge-richt und den Beginn des Tausendjährigen Reiches. (116)

Jeder Menschengeist, der noch fähig ist, vor der Größe derart unirdi-scher Geschehen sich in Demut zu beugen, wird leicht auch ermessen können, daß, wollte man in Menschenworten eingehend hierüber be-richten, man diese schwerlich zu finden vermöchte. Doch habe ich versucht, meine Eindrücke über den Menschensohn und seine gesamte Mission an anderer Stelle ausführlicher darzulegen.

Da jedoch der Kernpunkt vorliegender Abhandlung „MEIN BE-KENNTNIS“ zu ihm enthalten soll, will ich hierbei verbleiben, und mich bemühen, ein Bildnis von ihm zu zeichnen, wie es sich tief und unverwischbar in meinen Geist gegraben, wie ich ihn erleben durfte - als Mensch, als Geist, als Gottsohn, und somit bezeugen, daß er für mich, für die Meinen und meinesgleichen der Menschensohn war und in Ewigkeit ist. Ich tue dies, teilweise auf früher Geschriebenes zurückgreifend, teilweise Neues hinzufügend - da ja im Schreiben erst wieder die ganze gewaltige Vergangenheit ersteht - Aussprüche von ihm anführend, ihn, als Menschen malend, als den Messiaskönig, wie ihn Fremde, ihn nie gesehen und gehört Habende durch meinen Mund und Griffel zu erleben wünschten, und auch, wie ich ihn vor den Menschen bekannte, vor Behörden verteidigte, vor der Obrigkeit schützte, zu schützen versuchte, wobei das Dunkel jedoch den scheinbaren Sieg behielt. Wenn ich hier oder da mich der Beschreibung eines Dritten bedienen sollte, führe ich diesen Namen an.


1(?) der goldene Mittelweg, vergl. „Nachklänge“ zu ILdW. S. 153

2 (1) ILdW., , Vortrag 69 „Im Reiche der Dämonen und Phantome“, S. 477

3 (1) Jünger Otto - Gieseke, Berlin; dessen Weg zum Gral siehe

Band III des Verfassers.

4 (1) Lucien Siffrid: Der Menschensohn, Verlag „Der Ruf“ GmbH München.

5 1) ILdW,, Vortrag 21, „Der Kampf“, S. 124.

6 (1) Verlag „Der Ruf“ G. m. b. H. , München.

7 (2) Vomperberg, der Heilige Berg oder Berg des Heils.

8 (3) Arabischer Name - auf Deutsch: „Sohn des Lichtes“.

9 (4) Vergl. Niederschrift des Verfassers dieses Bekenntnisses: „Vom Erleben des Heiligen Berges und der Gralsbotschaft Imanuels im Gefängnis“. Band I S. 31/32

10 (5) Gralsblätter, Serie II, Heft 3,4 u. 5 S. 97.

11 (1) Nachklänge zur Gralsbotschaft Vortrag 40, S. 295

Vortrag 70„Die große Reinigung“ 40, S. 295

12 (1) Nachklänge zur Gralsbotschaft, Vortrag 57 S. 496 u.497.

13 (2) Nachklänge zur Gralsbotschaft, Vortrag 57, S. 500 u.501

14 (l) Nachklänge zur Gralsbotschaft, Vortrag 57, S. 502 u. 503

15 (2) Nachklänge zur Gralsbotschaft, Vortrag 57, S. 504.

16 (1) Überliefert von Apostel M. Reinhard.

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