MEIN BEKENNTNIS ZUM MENSCHENSOHN.

Teil 2.

- April 1949 -


IMANUEL, der MENSCHENSOHN, schmachtete im Kerker in Innsbruck.

Üble Strahlungen lichtscheuer Elemente und fragwürdiger, tabak-durchräucherter Individuen, die der Arm irdischer Gerichtsbarkeit für ihre Missetaten zu gerechter Verbüßung harter Freiheitsstrafen verurteilt hatte, wirkten niederdrückend und schier bis zur Unerträglichkeit belastend auf die feinbesaitete Wesensart wie auch zufolge Anstrengung und Aufregung physisch geschwächte Konstitution des Gottessendlings.

Gewürm und Geschmeiß ekelhaften Dunkels vermeinte endlich erreicht zu haben, was der Menschensohn in weiser Vorausschau kommender Geschehen von sich selbst als dem „Fremdling auf Erden“ in seiner Botschaft aus dem Lichte (l1) geschrieben hatte.

Nur wenige Schutzhäftlinge in einer Gemeinschaftszelle des Inns-brucker Polizeigefängnißes, Nummer 34 tragend, das damals im alten Hotel zur Sonne, Eingang Adamstraße untergebracht war, die unabwend-bares Mißgeschick zu Leidensgefährten des Menschensohnes gestempelt hatte, waren kraft ihres ureigensten inneren Geöffnetseins imstande gewesen, (22) in ihm den Lichtkern, seine göttliche Ausstrahlung, die weitaus höhere Art so verschieden von Menschenart zu ahnen und darum zufolge ihrer Empfänglichkeit für Geistiges und ihrer Bereitwilligkeit, dem Gotteswort zu lauschen und es anzunehmen, zu Säulen der Kraft und Schmerzensstillern dem Gottsohn in der Stunde seines Golgatha geworden.

In dieser Stunde reifte der Menschensohn zu der vollsten Erkenntnis, daß das Menschengeschlecht sich abermals gegenüber dem Erlösungswerk eines Gottsohnes als unwürdig erwies.

„Erschüttert sah er plötzlich vor sich die Menschheit in ihrer unsag-baren Minderwertigkeit, Verworfenheit. Sie wurde ihm zum Ekel“. (13)

Mit der Besetzung Österreichs und somit des Landes Tirol durch Adolf Hitler, den Irreführer des deutschen Volkes, war in selbiger Weise die Gralssiedlung auf Vomperberg, die dem Menschensohn als Anfangswir-kungskreis seiner Erdmission seit dem dreizehnten Februar 1928, also ein volles Jahrzehnt gedient hatte, ihrer Freiheit und Selbstbestim-mungsrechte beraubt und zur Auflösung durch skrupellose Machthaber nazistischen Diktatorenwahnes gezwungen worden. (24)

Kreuzträger und Siedlungsbewohner hatten ihre Heimstätten verlassen müssen und selbst Frau Maria und Fräulein Irmingard waren mit ihren näheren und weiteren Familienangehörigen nach unsäglichen Drangsalen und Demütigungen brüsk und erbarmungslos vom Heiligen Berge, dem Berg des Heils, vertrieben worden. Etliche Jünger Imanuels aber lagen gleichfalls zur Untätigkeit verurteilt und ihres Schwertes, des Wortes, zum Kampf für die Wahrheit beraubt, in Einzelzellen nazistischer Verliese.

Gerade dort aber bereitete sich für jene in völliger Abgeschiedenheit von der Außenwelt, in der Einsamkeit irdischer Not und Öde, der Lichtweg ihres zukünftigen Wirkens für ihren höchsten Freund und Herrn, den König des Heiligen Grals.

Und damit erfüllten sich auch für sie allheilige Worte, mit denen der Menschensohn sie einst zu hehrem Gralsdienst berufen hatte, wie alles sich erfüllte, was er je bewußt in den Kosmos gesprochen hatte und Vieler Lebensringe rundeten sich zu einem Ganzen, um sich in Erfüllung einstigen Gelobens in Harmonie mit dem Unendlichen zu schließen.

Des Lichtes Wegweiser wies auch mir eine neue Bahn, eine neue Lebensstunde begann zu schlagen.

Lichthilfe zerriß den Vorhang schier undurchdringlicher Finsternis, der die Zukunft verhüllte und in düsterer Gefängniszelle jeden Ausblick verhinderte.

Eines Morgens im Frühsommer 1938 ward das Wort Imanuels wahr, das er um die Weihnacht 1936 zu mir gesprochen hatte:

„Ihr Lebensschiff wird Sie nach England tragen, dem Land Ihrer Väter, um dort für mich zu zeugen!“ (l5)

Bevor ich hierüber zu sprechen beginne, will ich in dieser Nieder-schrift noch zwei Bekenntnisse meiner selbst für den Menschensohn der Nachwelt überliefern, das erstere der Kriminalpolizei in Berlin-Schöne-berg, Gothaischestraße neunzehn zwangsläufig nach erfolgter Vorladung zur Kenntnis gebracht, dort von mir selbst protokollmäßig dem Untersu-chungsbeamten diktiert und hier nur aus der Erinnerung geschrieben, da der genaue Wortlaut verblaßte. Vorbemerkt sei, daß ich durch meine Aussage erreichte, daß während des Kreuzverhörs der Kriminal-Kommis-sar selbst Interesse bekam, sich persönlich mit der „Gralsbotschaft“ einmal zu befassen. Wunschgemäß überreichte ich ihm die mitgebrachte „Volksausgabe“. Darauf eröffnete er mir, daß er einst in Indien und China fremde Religionen studierte und dorten lernte, die Kulte zu achten. Als längst eine Stunde überschritten war und dem Beamten es jäh dämmerte, daß er mich zu einer Untersuchung anstatt Unterhaltung geladen hatte, war er mit meinem Anerbieten einverstanden, ihm das Protokoll in die Hand zu diktieren. So formte ich es gemäß meines Wunsches, zum Schutz für den Gral, zum Schutz für den Herrn, und setzte befriedigt meinen Namen darunter. (26)

Das zweite Bekenntnis für Imanuel führe ich wörtlich an, da ich es schriftlich dem Gestapo-Kommissar Rehfeldt im Zimmer 107 der Geheimen Staatspolizei, die in der Prinz-Albrechtstraße am Anhalter Bahnhof in Berlin ihren Hauptsitz hatte, am ersten April 1938 überreichte.

Meine Erklärung lautete folgendermaßen:

„Abdruschins Gralsbotschaft, in fast alle modernen Sprachen übersetzt, richtet sich deshalb auch an alle Menschen ohne Unterschied der Konfession oder Nationalität. Sie ist raum- und zeitlos und unpolitisch.

Die Botschaft erklärt die Welt, besagt, daß außer Menschen und Tieren noch andere Kreaturen leben, die Wesenhaften zum Beispiel, denen die Führer der Elemente angehören, welche die Germanen noch zu schauen vermögend als Götter verehrten. Es waren die gleichen, die Römer und Griechen nur anders benannten.

Wesenhafte sind auch alle Naturwesen, wie Elfen, Nixen, Nymphen, Sylphen, Salamander, Faune, Kobolde, Gnome, Heinzelmännchen und andere.

Die Botschaft „Im Lichte der Wahrheit“ bestätigt noch einmal - zum dritten und letzten Mal - die von Gott in die Schöpfung verankerten, ehernen Naturgesetze, kosmische oder Gottgesetze.

Die Botschaft fordert Tatchristentum.

Auch stellt sie die in der alten Bibel verbogenen und falsch ausgelegten Begriffe wieder richtig, gibt einen Spiegel der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Menschheit und lehrt, wie der kommende Voll- und Edelmensch auf Erden zu leben hat.

Sie offenbart, daß Gott in naher Zukunft durch kosmische Ereignisse seinen Gesandten als den von Propheten und Jesus geweissagten Menschensohn offenbaren wird. Dann ist für jeden Menschengeist im Dies- und Jenseits der endgültige Wendepunkt zum Entscheid für oder gegen GOTT gekommen. Als sein Verkünder erscheint wiederum der Bethlehem-stern.

Abdruschin kündet, daß der „deutsche Geist“ - doch nicht an politische Grenzen gebunden - der zur Zeit reifste ist und darum berufen, allen Völkern der Erde voranzuschreiten.

Abdruschin bedauert außerordentlich, daß der Nationalsozialismus die Gralsbotschaft nicht anerkennt, um so mehr als dessen Führer zu Beginn seiner Mission selbst gerufen hat:

„Ich warte noch auf einen Christus!“

Abdruschin lehrt, daß dauernder Frieden und Segen auf einem Volke nur dann ruhen kann, wenn dessen Menschen geistig die Lehre und die Wahrheit der Gralsbotschaft erkennen und anerkennen und nach ihr zu leben sich bemühen.

Er bekundet schließlich, daß es ihm völlig fern liegt, in irdisches Geschehen einzugreifen und Politik zu treiben, daß sein Ziel geistiger Art ist. Er weiß aber, daß nach geistigen Gesetzen das Weltgeschehen automa-tisch zum Ablauf kommt. Er vermag bestimmte Ereignisse datlich nicht vorauszusagen.

Seine Mission ist lediglich die Offenbarung der Gralsbotschaft, an der sich jeder einzelne Mensch richten muß! (l7)

Noch zu einem dritten Bekenntnis für den Menschensohn vor einer Polizeibehörde zwang oder vielmehr begnadete mich das Schicksal, und dieses Mal auf englischem Boden.

Während der ersten Monate meines Aufenthaltes in London-Clapham fuhr eines Tages eine große, dunkel lackierte Limousine in neunzehn Crescent Grove vor und das Stubenmädchen meldete mir einen elegant gekleideten Herrn in Zivil.

Auf meinem Arbeitstisch lagen Dokumente, Briefe, Schriften und Bücher verstreut, auch die aufgeschlagene englische Gralsbotschaft, die ich nicht mehr zuschlagen konnte, so plötzlich und unerwartet war der Fremde vor mich getreten: Ein Agent von Scotland Yard, der weltberühm-ten englischen Geheimpolizei.

Im ersten Augenblick wähnte ich mich wie im Traum nach „Nazi-Deutschland“ zurückversetzt, wo „Freiheit des Wortes und der Schrift“ als Staatsverbrechen geahndet wurde. Doch als ein „British subject“ befand ich mich ja auf Heimatsboden. Ich offerierte dem Herrn einen „Port“ und harrte seiner Fragen. Aus diesen erkannte ich, wie vortrefflich der „Geheimdienst von Scotland Yard“ arbeitete. Der Agent war in allem aktengemäß über mein Vorleben orientiert und kam selbstredend auf Abdruschin zu sprechen.

„Ob ich auch in London für ihn zeugen würde, wie ich es in Berlin getan? Wer er sei?“

Bei dieser Frage deutete er auf die neben mir liegende englische Ausgabe der Gralsbotschaft. Ich versicherte ihm daß es sich bei der " Gralsbewegung " um keine politische, sondern religiös-naturwissen-schaftliche Bestrebung handele, deren Förderung auch dem englischen Volke nur zum Segen gereichen dürfe.

Mr. Barnes begnügte sich mit diesem Bescheid und akzeptierte mein Anerbieten, ihm zur Lektüre eine Kopie der „Selected Lectures from the Message of the Holy Grail: IN THE LIGHT OF TRUTH“ zu überlassen, auf Grund deren er sich persönlich von der Tendenz der Gralsbotschaft des Weltenlehrers überzeugen und ein Urteil bilden würde.

Nach ungefähr sechs Wochen hielt an einem Frühmorgen nochmals die Limousine vor neunzehn Crescent Grove in Clapham, Mr. Barnes entstieg ihr wieder und beteuerte mir unter Rückgabe des ihm geliehenen Bandes, daß die Gralsbotschaft Abdruschins in keiner Weise als ein Stein des Anstoßes oder Gefährdung der öffentlichen Meinung des englischen Volkes vom Scotland Yard betrachtet würde. (18)

Während Niederschrift dieses Vorfalls begann mein gesamtes Erleben während acht inhaltsreicher Jahre in London wie ein wundervolles Mosaikgemälde in buntesten Farben vor meiner inneren Schau zu erstehen. London war zur Zeit des zweiten Weltkrieges wohl die Stadt auf Erden, in der alles vertreten war, was dieser Planet geboren, in der Vertreter jedweder Nationalität und Religion, politischer Einstellung und wissenschaftlicher Überzeugung, jeder Farbe und Sprache, sowie Eigenart und Sitte menschlicher Kreaturen in den Palästen der Großen, wie den „slums“ der Ärmsten aller Armen ihr Dasein führten.

Es bedurfte gewisser Zeit, mich aus der Einförmigkeit einer Gefäng-niszelle in Einzelhaft auf das ungeheuere Getriebe und die Vielseitigkeit der Neun-Millionen-Metropole des Britischen Weltreichs umzustellen.

Aber auch hierbei half Lichthilfe, den Felsengrund zu wahren, auf dem allein der Geist zu ruhen vermochte, der da war und ist:

IMANUEL ,

der Weltenkönig, in seinem Schutz war ich geborgen.

Das Gedenken an ihn begleitete mich übers Meer. In meinem Herzen trug ich das Bildnis des Menschensohnes in ein neues Leben. Noch während der Nacht der Überfahrt erschien er mir im Traume, und am frühen Morgen bewegte ich das oder jenes seiner unvergeßlichen Worte noch einmal in meinem nimmer rastenden Geiste, der stetig von ihm gekräftigt wurde mit Lebens-Balsam nicht stofflicher Art.

Vor meinem Geistauge erstand das zerschlagene Gralsheim, das ein Haus des Herrn hätte werden sollen und können.

Hierzu hatte sich Imanuel einmal geäußert und zu mir gesagt:

„Was zerschlagen, ist zerschlagen! Wenn ein neuer Aufbau erfolgt, leite ich diesen persönlich von hier aus!“ (er meinte: vom Berg des Heils.) (l9)

Wie mir Frau Elsa Dörflinger am zwanzigsten November 1949 anvertraute, hatte der Herr zu ihr noch folgendes und zwar in Kipsdorf hinzugefügt:

„Wenn ich wieder auf den Berg komme, dann bestimme ich, wer oben wohnen soll!“

Auch Bischofswerda, seine Geburtsstadt, stand lebendig vor mir wie ein Gemälde. Lebhaft entsinne ich mich noch, wie ich ihm meinen schriftlichen Bericht über meine erste Fahrt nach Bischofswerda im Sommer 1935, die ich hauptsächlich auf Anregung von Frau Maria Weihnachten 1934 unternommen hatte, übergab, den ich mündlich noch ergänzte, worauf der Menschensohn folgende zwei Aussprüche machte:

„Es kommt der Tag, wenn ich von der Kanzel der Kirche meiner Heimatstadt einmalig der geistig dann erlösten Einwohnerschaft das Gotteswort meiner Gralsbotschaft verkünden werde!“ (210)

Der zweite Ausspruch betraf sein Geburtshaus, Kirchstraße No 10.

Er sagte ungefähr folgendes:

„Wenn ich über genügend Geld verfügen könnte, würde ich dieses mein Vaterhaus kaufen und herrichten lassen, damit es eine Gedächtnisstätte für später verbleibe, in gleicher Weise, wie ich wünsche, daß auch Gralshöhe so erhalten bleibt, wie ich es jetzt bewohne, ein Ort der Weihe und Erinnerung an meine irdische Mission. Als Zwischenwohnung werde ich für mich und die Meinen auf der Höhe gegenüber dem Reihenhaus II ein kleineres Palais, mit einer Mauer umgeben, erstehen lassen, bis einst die Gralsburg errichtet sein wird, wie sie erleuchtete Bauherrn im Geiste schon schauten, deren Bau sich in sieben Jahren, sieben Monaten und sieben Wochen vollenden soll und im Jahre 1947 stehen dürfte“.

Je mehr ich dem Nazi-unterjochten Kontinent den Rücken kehrte und mich dem Land der Freiheit näherte, tauchten Worte Imanuels in meiner Erinnerung empor, die er mit Bezug auf außereuropäische Dinge gespro-chen hatte. War doch sein Wirken allumfassend, die Erde umspannend, die gesamte Menschheit betreffend.

Eines Tages zeigte mir der Herr hocherfreut eine portugiesische Urkunde, die sich auf „Gralsboden Inkaland“ bezog und ihn, den Menschensohn zum rechtmäßigen Herren und Besitzer dieses ersten Grals-Landes in Brasilien, in Süd-Amerika, erhob. Weiße und Schwarze, Indianer und Mulatten bildeten die dortige Gralsgemeinschaft von rund einhundert-undfünfzig Seelen, welche die Botschaft der Wahrheit einte. (111)

Zur Weihnachtsbescherung sämtlicher Gralssiedlungs-Angestellten durch das Trigon Anno 1935 im Musiksaal des Gralsverwaltungsgebäudes erzählte uns der Herr von einem einzigen Kreuzträger italienischer Nationalität, der sich die „Nachklänge“ zur Gralsbotschaft noch habe nachsenden lassen, bevor er sich für den „abessinischen Feldzug“ einschif-fen ließ.

„Vielleicht ist dieser gerade berufen“, so fügte der Herr bei „da er in Abessinien zu bleiben und dort sich anzusiedeln wünscht, die Gralsbot-schaft jenem noch harrenden Volksstamm zu bringen, der in der Nähe der Nilquelle leben müsse und sich rein erhalten habe, schwermütige, sehnsuchtsvolle Lieder singend, die von der „Weißen Taube“ sprechen und dem „Lichtfürst“, der ihr folgen wird“. (l12)

Als ich dem Menschensohn in jener Zeit, in der die ersten Gräueltaten nazistischer Meuchelmörder die deutsche Öffentlichkeit zu beunruhigen begannen, von einem solchen Vorfall berichtete, der durch Alfons Gläser, Berlin, einen Heilpraktiker und Freund Dr. Raubers, ausgelöst worden war - dieser hatte „Grüne Gralsblätter“ unter der S.S. in München zirkulieren lassen, was zur Folge hatte, daß ein sich zum Gral bekehrt habender S.S. Mann und Söldling Heinrich Himmlers, des Chefs der Gestapo, von zwei Schergen ermordet tot in einem Wald bei München aufgefunden wurde - sagte der Herr zu mir:

„Ich wußte, daß ein sich zum Gral bekehrt Habender für seine Über-zeugung zu sterben hat - Vielleicht war es dieser!“

Noch einige andere Aussprüche des Menschensohnes glitten mir wie Sternschnuppen, in einer balsamischen Augustsommernacht über den Himmel segelnd, als ich halb-wach noch in meiner Koje auf dem Über-fahrtsdampfer nach Harwich in der englischen Grafschaft Essex lag, durch das sinnende Gedächtnis.

Einmal nach einer Gralsfeier hatte mich der Herr befragt, was ich empfunden habe im Augenblicke der Weihe, da er den Gralskelch beim Heiligen Mahle hob?

Ich erwiderte ihm: „Es wehte über mein Haupt wie ein eisiger Luftzug!“

Der Erdgestiegene entgegnete : „Da haben Sie es recht empfunden! Göttlich-Urgeistiges ist so eisig, kristallen-lichtklar, wie kein Menschen-geist es je zu ertragen vermöchte! Er würde erfrieren in diesen Regionen! Darum, je reiner ein Menschengeist, je kälter seine Ausstrahlung! So ist es auch mit der echten, wahrhaftigen Gottesliebe, von der sich der Mensch bisher ein falsches Bild geformt hat“. (213)

Ein anderes Mal befragt, wie es sich mit Gehorsam gegenüber dem alten Gesetz verhalte, auch wenn dieses im Vergleich zur Gralslehre nicht gleichen Sinnes sei, betonte der Weltenlehrer:

„Der, welcher das alte Gesetz nicht hält, wird auch das neue nicht halten können. So lange das alte noch auf Erden besteht und irdisch-rechtmäßige Gültigkeit hat, muß es geachtet und befolgt werden, will man sich nicht in des Codes Maschen verstricken und Gefahr laufen von der irdischen Gerichtsbarkeit bestraft zu werden“.

Auch Otto Gieseke, ein Jünger des Menschensohnes, kam mir in den Sinn. War er es doch gewesen, der mir auf Wunsch des Herrn nach meiner Entlassung aus dem Nazi-Gefängnis die England-Fahrt finanziell ermög-licht hatte. Wie ich später vernahm, hatte der Herr folgendes zu ihm gesprochen:

„Mein lieber Herr Gieseke, auch Herrn Freeman Eales steht noch Schweres bevor. Wenn sein Schicksalsweg ihn voranführt, wird er eines Tages zu Ihnen kommen und Sie um Rat und Unterstützung bitten. Ich ersuche Sie, ihm dann zu helfen!“ (114)

Ein Beweis für mich, wie selbst der Menschensohn gesetzgemäß nicht in der Lage war, in Vorausschau der Dinge die Zukunft in allem genau zu ergründen und dementsprechende Versprechen oder Voraussagen zu machen, die nach Anschauung manch eines kleinen Menschleins unbedingt auch hätten eintreffen müssen - wäre er andernfalls doch kein Gottgesandter- sondern betreffs kommender Geschehnisse jeweils nur das aussprach, was er nach dem Gesetz, der er selbst das Gesetz auf immerdar ist, im Augenblick seines Ausspruches auf Grund Standes der Dinge als logische Folgerung daraus erkannte, ein Beweis hierfür war mir sein Ausspruch zu Otto Gieseke, den er kurz vor Abbruch seiner Erdmission zufolge der „nazistischen Sturmflut“ getan:

„Warten Sie in frohem Wissen und Geduld des Beginnes Ihres irdischen Wirkens unter meiner Führung im Dienste des Grals! Die Stunde kommt, auch wenn es scheint, als stünde das Geschehen still, Ihre geistige Entwicklung ist fertig!“ (115)

Zur Stunde dieser Niederschrift haben beide, der Menschensohn und sein Jünger, die Stofflichkeit seit langem verlassen!

Die Zeit meines Eintretens für die von Abdruschin in seiner Gralsbotschaft gebrachte. Wahrheit brach an und somit die Zeit meines Bekenntnisses zum Menschensohn inmitten eines vom Mammon und Intellekt beherrschten Volkes auf englischem Boden.

„Aller Anfang ist schwer“ und schwer war zufolge noch besonders erschwerter irdischer Verhältnisse - wie Mangel an Sprachkenntnis und vor allem flüssiger Münze, denn gemäß Hitler- Bestimmung durfte der Ausland-Reisende nur sechzehn englische Shillinge mit über die holländi-sche Grenze nehmen - die Möglichkeit, mit gebildeten Engländern über-haupt Fühlung zu erhalten. Es ist gerade das Geld und eine einwandfreie englische Aussprache, die dem vom Kontinent Kommenden englische Häuser erschließen.

Diese Blätter sollen keinen Bericht meines Wirkens für den Menschensohn in England geben, diesen enthält ausführlich mein Band VI, betitelt „Der Weg des Gralskreuzes in Britannien“.*16 -Ich will vielmehr fortfahren, Bekenntnisworte für Imanuel zu notieren, die ich vornehmlich in Londoner „meetings“ und Andachten aussprechen oder schriftlich in Vorträgen niederlegen durfte.

Um die harten Schalen englischer Menschen durchstoßen zu können, um überhaupt Fühlung mit ihnen zu erhalten und Eingang in ihr Herz und ihre Empfindung zu finden, mußte ich mich einer Sprache bedienen, die ihnen Vertrauen schenkte, sich ihrer englischen Psyche anpaßte und sie auf ihrer Ebene traf, sonst hätte ich wie zu toten Steinen gesprochen!

Mahnte der Menschensohn nicht selbst in seinen „Nachklängen“ zur Gralsbotschaft im Vortrag „Strebet nach Überzeugung“:

„Laßt alles Starre Euren Nebenmenschen gegenüber fallen, werdet dafür lebend und beweglich! Gebt vorübergehend nach, wo etwas nicht zu gehen scheint, doch laßt dabei die Zügel niemals aus der Hand! Ihr bringt das Widerstrebende zuletzt mit einigem Geschick schon dahin, wo es stehen soll“. (l17)

Und im Vortrag „Ich sende Euch!“ fordert er auf:

„Ihr müßt geistig zu ihnen treten, müsst Eure Hände allen Bittenden auf deren Ebene ihrer Verständnismöglichkeiten bieten, nur so vermögen diese dann die Hilfen, zu ergreifen, sich daran aufwärts zu bewegen“. (218)

Wie also konnte ich echtem Engländertum mit noch aus dem Mittelalter überkommenen Anschauungen und Sitten, Gebräuchen und Glaubenssatzungen die Majestät des Menschensohnes beweisen, ihn ihnen künden und ihn in ihren Bannkreis alltäglichen Seins und ihrer Überzeugung bringen? Wie konnte ich diese ans Dogma gebundensten aller dogmatisch gebundenen Christen vom Sein des von Christus verheißenen „Trösters und Geistes der Wahrheit“ im Stoffe auf Erden überzeugend erleuchten? Nie sollte ich den Weltenfürsten ihnen schildern, welches Bildnis von seiner Glorie entwerfen, damit er gebührenden Eindruck hinterlasse?

Wahrlich, leicht war dies nicht bei der Seichtheit und Geistlosigkeit des englischen Krämervolkes, bei skeptischer Einstellung derer, die überhaupt zu denken vermochten, zu allem, das als „neu“ in ihren Ge-sichtskreis trat, nicht am wenigsten aber bei der bekannten Exklusivität der sich als „Herren der Schöpfung“ dünkenden „Oberen Zehntausend“, zu denen sich die „illusteren“ Mitglieder des englischen Adels, Erzbischöfe und Bischöfe der anglikanischen Kirche, die Professoren der Universitäten von Oxford und Cambridge, die Spitzen der Behörden zählen. Gar nicht zu sprechen aber von der Hefe des Volkes, die niedriger stehend als die des Kontinentes, ausgenommen die bolschewistischen Analphabeten, ihre Kinder und Kindes Kinder in der Gosse erzogen, vielmehr nicht erzogen.

In Menschensprache also, mit irdischen Worten, mußte ich den Herrn aller Herren, den König der Könige schildern, und keine anderen schienen mir geeigneter, edler und würdiger, als die eines der größten österreichi-schen Dichter, Hans Sterneder, mit denen er die Gestalt seines „Wunder-apostels“ in seinem Roman gleichen, Titels malte:

„Auf diesem Antlitz lag eine Erhabenheit, wie sie einst die Häupter weiser, sagenumwobener Könige längst verklungener Jahrtausende geziert haben mag, gepaart mit einer so sonnenhaften Klarheit, wie sie nur Köpfe besitzen, deren Geist in alle Höhen und Tiefen des Seins gedrungen, und dem sich Geheimnisse der Schöpfung geoffenbart, die den andern Sterblichen verschlossen bleiben. Es lag ein Glanz auf diesem Gesichte, wie wir Menschen uns das Antlitz eines Erhabenen denken. Doch so sehr das Antlitz leuchtete, in überirdischer Gewalt brachen aus ihm die noch blendenderen Strahlen von zwei kreisenden Sonnen“.

Und noch einer anderen Beschreibung bediente ich mich, als ich versuchte, meiner Zuhörerschaft in „Caxton Hall“ in Westminster, London, anläßlich der Feier des „Strahlenden Sternes“ 1941 meinen eigenen Eindruck von der einzigartigen Persönlichkeit Imanuels zu übermitteln.

Ich sagte:

„Es ist schwer, seine Gesichtszüge, die das „Ego“ seiner Wesensheit verbürgen, treffend zu schildern. Sie wechseln beständig, je nachdem wie es die ihn durchflutenden Schwingungen seiner Empfindungs-macht bedingen, die höherer Art denn menschlich physische, feinstoffliche und selbst geistige sind.

Um Ihnen zu helfen, sich einen Eindruck von ihm formen zu können, will ich eine Beschreibung verwerten, die sich auf das Äußere des Gottessohnes Jesus bezog, und vielleicht auch die bestmöglichste für den Menschensohn Imanuel ist. Sie wurde von Es-li, einem Sohn von Maath-ben-Jessai von Bethsaida am See Tiberias überliefert „In Erinnerung an den, welchen wir beständig vergessen“:

„Der Unterschied zwischen Jesus und anderen Menschen war nicht der, mit welchem ein reicher Pharisäer beeindruckte, sondern der, daß sein Sich-geben so natürlich und doch hoheitsvoll war, sein Antlitz von solch innerem Frieden und Ausgeglichenheit strahlte, sodaß er unter allen wie ein König erschien. An ihm war etwas, das nie je zuvor an einem Menschen bemerkt worden war. Ich hatte nie einen König zu sehen bekommen und jene, von denen ich gehört hatte, waren weder groß noch vornehm. War doch die ursprüngliche Vorstellung eines wahren Königs, wie es im Fall von David und Salomon sich verwirklicht hatte, daß er der allerbeste seiner Zeit in seiner hohen Stellung gehalten wurde. Und das war es, was den MEISTER heraushob, jedes Stück von ihm. Der Ausdruck seines Gesichtes war ernst und entschlossen, etwas lag in ihm wie der majestätische Blick des Adlers, ohne jedoch des Adlers Wildheit, in den Zügen prägte sich stolze Kühnheit, dem Dunkel zu trotzen, das ihn umlagerte. Aus seinen Augen brach Energie und Furchtlosigkeit. In seinem Leuchten glühte jedoch Liebe, wenn man Kranke zu ihm zum Heilen brachte, aber heiliger Zorn wie Blitzeszucken, wenn Priester sich ihm näherten, ihn herausforderten“.

Ein Gleiches kann auch von der königlichen Erscheinung Imanuels gesagt sein, der einzigartigen Art seiner Strahlung, der Macht des Zaubers, den seine Persönlichkeit ausübt.

Merket aber wohl, meine Freunde, nicht die Gottesliebe ist es, die in ihm inkarniert ist, die Gottgerechtigkeit ist es und - dies erklärt alles!“

Das schwer Beschreibliche sowohl der äußeren Gestalt wie der inneren Wesensart des Erdgestiegenen hatte ich selbst schon versucht in Worte zu formen, so, wie ihn mein Ego empfunden, als er mich erstmals in Gralshöhe auf Vomperberg empfangen hatte. Dies geschah in den Tagen um die Feier des „Strahlenden Sternes“ 1930.

Noch einmal unternahm ich später das Wagnis, ein Portrait des Menschensohnes in der Sprache der Angelsachsen zu entwerfen, wie ihn mein Geist in sich bewahrt hatte, nachdem er Imanuel letztmals in der Feier der „Reinen Lilie“ l937 im Tempel des „Neuen Bundes“ das Grals-mahl amtierend hatte erleben dürfen.

Ich schilderte ihn den ersten in London zur Erkenntnis der Wahrheit erwachten Seelen während der Feier der „Reinen Lilie“ im Jahre 1942 mit folgenden Worten:

„Die Menschen, die zugegen sein durften, werden nie das Hervortreten der königlichen Erscheinung Imanuels im weißen Gewande, des Königs der Könige, vergessen. Ein weißseidener Mantel, bestickt mit der Purpurrose, der Lilie, wie der Blauen Blume der Treue, bedeckte seine geheiligte Hülle. Über der Brust trug er am weißen Bande das königliche Emblem seiner göttlichen Sendung; ein leuchtendes Auge auf dunkelblauem Grund in der Mitte des Kreuzes mit vier gleichen Balken. Das Auge symbolisiert in einzigartiger Weise für das Vorstellungsvermögen der Menschengeister die Wesensart Gottes, in dessen Allheiligem Willen der Menschensohn seine Mission erfüllte, mit der er die Mission des Gottessohnes Jesus ergänzend zum endgültigen Abschluß brachte. (119)

Über das Wirken des Menschensohnes auf dem Heiligen Berge während eines Dezenniums von 1928-1938 ward ich nicht müde in London zu künden. Denn „wess’ das Herz voll ist, dem gehet der Mund über!“

In 506 Lesestunden und Gralsandachten, 12 Festandachten und 18 Feierandachten, während 5 Versiegelungshandlungen, 4 Mitgliederversam-mlungen, 17 Vorstandssitzungen und 5 „Socials“ (220), insgesamt 567 offizielle Gralsveranstaltungen, die London und seine nächste Umgebung an 36 verschiedenen Örtlichkeiten erlebte, las ich oder ließ ich Gralsvorträge Abdruschins aus der Botschaft „Im Lichte der Wahrheit“ und ihren „Nachklängen“ vornehmlich in englischer, nur hin und wieder in der Ursprache des Menschensohnes, der Sprache des einst berufenen deutschen Volkes, lesen. (421)

Zur Förderung der Anfänger im Erfassen der Gralslehre und zu deren Hilfe drängte es mich noch weitgehende Erklärungen auf deren vielfache Fragen zu erteilen, die in Form eigner Vorträge in Sonderbänden niedergelegt sind.

Für die vorliegende Niederschrift habe ich lediglich einige wesentliche Stellen herausgezogen, sofern sie inhaltlich mit deren Titel „Mein Bekenntnis zum Menschensohn“ in Einklang stehen.

Mein allererstes Bekenntnis auf englischem Boden in einem öffentlichen Kreis erfolgte anläßlich einer Sitzung des „World Congress of Faiths“ in Abbey House, Victoria street London, unter Führung seines Begründers: Sir Francis Young-husband. Ich erwiderte dem Sekretär der „Society of Friends of Europe“, der über „Religion in Deutschland“ gesprochen hatte, und erwähne hier nur den Kernpunkt meiner Entgeg-nung:

„Es war im Jahre 1921, als zwei Männer in Deutschland ihre Mission begannen, in jenem Jahr, da eine gewaltige Geistwoge über unseren alten, verseuchten Planeten dahin brauste. Nur einige Menschengeister spürten dieses Geschehen, während die Mehrheit schlief. Da begann ein unbekann-ter Mann aus der Hefe des Volkes in tönernen, viel versprechenden Worten zu dem durch Kriegsnot und Elend zermürbten deutschen Volk zu sprechen. Und noch eine Gestalt hub an, sich an dieses Volk zu wenden, auch er war ein Unbekannter, und was er zu sagen hatte, legte er schrift-lich in seiner Botschaft in deutscher Sprache für die gesamte Menschheit nieder. Beide Männer waren in sich überzeugt, die Führer des „deutschen Geistes“ zu sein. Jener war Hitler, dieser Abdruschin. Denen, die nach Rettung aus Not, Arbeitslosigkeit und Mühsal schrieen, bot Hitler „panem et circenses“, wie einst der römische Cäsar es tat, den anderen, die zufolge der Zeitgeschehen, der Tragik ihres Schicksals wie der ihres Landes geistig verkümmerten und physisch verkamen, bot Abdruschin das Wort der Wahrheit, die Möglichkeit, sich selbst aus dem Chaos zu retten. Er erleuchtete sie mit dem Schöpfungswissen. Deutschland aber wählte den Irreführer, den, der ihm nur Materielles versprach!

Dies mag eine Mahnung dem britischen Volk bedeuten! Beizeiten den Welterlöser in seinem Wort zu erkennen! Damit es Geistführer werde für die Nationen der Erde!

Ihr Ziel, Herr Vorsitzender, d. h, das Ziel Ihres Weltkongresses der Glaubenskonfessionen, unter einem Dom die verschiedenen Kirchen und Kulte zu einen, ist sicher gut und ethisch rein, aber kein Mensch ist stark genug, erfolgreich dies Vorhaben durchzuführen!

Wenn der neue Morgen aus der Nacht des Dunkels ersteht, wird es allein die Botschaft „Im Lichte der Wahrheit“ des Menschensohnes Imanuel sein die den Schlüssel zur neuen Weltordnung reicht. Die Grals-botschaft ist die neue Bibel, die der Mensch bedarf, die Wahrheit Gottes, die alles Dogma zertrümmert! Sie zu lesen, sie zu erfassen und ihr ein Heiligtum im Herzen zu errichten, ist mein einziger Wunsch für Sie alle!“ (l22)

Gleiche und ähnliche Bekenntnisse legte ich wiederholt noch im Laufe der Jahre meines Exils in England ab, deren Einzelheiten in einem Sonderband, betitelt „Bericht über erstes Gralswirken in England“ zu lesen sind.

Die eindringlichsten Worte flößte mir hohe Führung im „Bahai Centre“, dem Londoner Sitz der Anhänger Baha’u’llahs ein, (l23) - sodann im „Universal College of Psychic Science“ von Dr. J. Lasalles Anderson, 27 Sigdon Road, Hackney, - in Caxton Hall und Alliance Hall, Westminster in der „World Service Group“ , 13. Chesam Place, S.W.1.; - in „Cannon House“ in der City von London, - im „Chelsea Sanctuary“ 183 Kings Rd., S.W.3., - in der „Lady Margaret Hall“, Oxford, - und vor allem in dem „Bedford College“ der Universität von London.

Vor einem Gremium von rund dreihundert illusteren Köpfen englischen Geistlebens, drängte es mich, vor Exzellenzen und Bischöfen, vor Lords und Ladies der englischen Krone am zehnten Juli 1940, mittags 12 Uhr, von der Mission des Menschensohnes, vom Zentrum Europas ausgehend, zu zeugen. Ich endete mein Bekenntnis zu Imanuel mit dem Epilog seiner Gralsbotschaft und der Mahnung:

„Menschheit, erwache aus dem Schlafe Deines Geistes!“ (224)

Die englisch sprechende Menschheit, vorerst in ihrer Metropole, im Herzen des Britischen Weltreichs, aus diesem Schlaf ihres Geistes durch Verkündung der Gralsbotschaft Abdruschins zu erwecken, sah ich als meine einzige Aufgabe, mein Hauptbestreben in England an. Mein ganzes Sinnen und Wirken zielte auf die Erfüllung dieser mir heiligen Bestimmung. (325)

Tief verankert in meinem Gemüt trug ich die mir vom Menschensohn unter dem Bildnis seiner zum Gebet gefalteten Hände mit eigenen Schriftzügen niedergelegte Widmung, mit „IMANUEL“ gezeichnet:

„Wenn Du ermüdest, fasse meine Hand, sie wird Dich stützen, so Du Treue hältst!“

dem unlöslich verbunden ich meinen eignen Spruch noch wählte als mein Panier in „Albion“ für kommende Stürme:

„Sei Hüter des Kreuzes, das lebet im Stoff!“ (126)

Wie konnte es anders sein, als daß ich nicht müde ward, nach Wahr-heit und Licht hungernden Seelen, auch wenn deren nur wenige, immer und immer wieder, so wie es der Herr getan, mit stetig neuen Worten von dem Wirken Imanuels zu sprechen, wie ich es selbst in Stunden flutenden Lichtes auf dem „Berge des Heils“ erleben durfte!

Und aus dem, was ich hierüber mit dem Griffel für kommende Ge-schlechter noch aufgezeichnet habe, (227) seien einige Stellen entnommen, womit ich dieses Manuskript schließen will.

In der „Lesegruppe der Gralsbotschaft“ von Miss Mollie Davies, 50. Baker st. London W.1., machte ich anläßlich des Erscheinens einiger Neuankömmlinge am achtundzwanzigsten Juli 1942 folgende, der Lesung der Vorträge: „Ich bin die Auferstehung und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich!“ und „Der Schrei nach dem Führer“ (328) vorausgehende Einführungsbemerkungen.

Ich sagte nach Betonung des Zweckes dieser Lesestunden und der Notwendigkeit, daß sich der Mensch selbst erkennen müsse, um geistig voranzukommen, daß die meisten Lichtsucher bisher geglaubt hätten, „kosmisches Wissen“ sei nur im Osten zu finden.

1 (1) Vergl. Teil 1, S. 168, ILdW. „Der Fremdling“, S. 639

2 (2) von diesen z, B. Landeshauptmann a. D. Schumacher, Innsbruck.

3 (1) ILdW. „Der Fremdling“, Vortrag 88, S. 636

4 (2) Vergl. Innsbrucker Nachrichten und Neueste Zeitung vom 10. Juni 1938.

5? (1) Vergl. Band des Verfassers „Der Weg des Gralskreuzes in Britannien“.*

6 (2) Vergl. Band II des Verfassers „Vom Erstehen des Heiligen Grales auf Erden“, S. 64-65.

*In den Chronik-Bänden 3, 9 und 11 verarbeitet.

7 (1) Vergl. Band I des Verfassers: „Vom Erleben des Heiligen Berges im Gefängnis“ S. 244.

8 (1) Vergl. Band VI des- Verfassers: - „Der Weg des Gralskreuzes in Britannien“.

In den Chronik-Bänden 3, 9 und 11 verarbeitet.

9 (1) Vergl. Band II des Verfassers, Abschnitt „Das Gralsheim“, S.141.

10 (2) Vergl. Band II des Verfassers: Abschnitt: Verlag „Der Ruf" und Verlags A.G. „Die Stimme“ S. 216. Band III des Verfassers: Abschnitt: Frau Hilde Bauer, S. 186.

11 (1) Vergl. Band II, Abschnitt „Gralsanfänge außerhalb Deutschlands“ S. 271.

12 (1) Vergl. Band II, Abschnitt „Gralsanfänge außerhalb Deutschlands“ S. 272 – „Verwehte Zeit erwacht“, Bd. 2, 296.

13 (2) Vergl. Englischen Vortrag des Verfassers, No. 125 „Neujahrsbotschaft in der Highbury Lesegruppe“.

14 (1) Vergl. Band III des Verfassers, Abschnitt „Otto Gieseke“ S. 67-68.

15 (1) Veröl. Band III des Verfassers, Abschnitt „Otto Gieseke“ S. 64

16 *Band VI wurde i n den Chronik-Bänden 3, 9 und 11 verarbeitet.

17 (1) Vortrag 31, S. 223 Nachklänge zu ILdW

18 (2) Vortrag 58, S. 507 Nachklänge zu ILdW

19 (1) Vergl. Englischen Vortrag des Verfassers No 91.

20 (2) „geselliges Beisammensein“.

21 (4) Vergl. S. 107.

22 (1)Vergl. Sonderband des Verfassers: „Bericht über erstes Gralswirken in England“ Noch in Arbeit.

23(1) Vergl. „Baha’u’ullah and The New Era“ by J.E.Esslemont.

24 (2) Vergl. vollen Wortlaut des Bekenntnisses in Sonderband „Bericht über erstes Gralswirken in England“, S. 26-34 Noch in Arbeit.

25 (3) Vergl. Band II des Verfassers: „Vom Erstehen des Heiligen Grals auf Erden“, Sinn der Bestimmung: S. 187.

26 (1) Vergl. Band III des Verfassers, Abschnitt „Silberkreuzer Ehepaar Merz“ S. 175

27 (2) Vergl. Sonderband des Verfassers „Englische Vorträge“.

28 (3) Nachklänge zu ILdW, Vortrag No 63, Nachklänge zu ILdW, Vortrag .No 65

197


← Alle Vorträge · Startseite